Aktuell +++
29.02.2016 +++ Meldungen

Die Baureihe 420 - oft verabschiedet, aber immer noch da!

Wir schreiben das Jahr 2016.

In den vergangenen Jahren gab es nur noch zwei Einsatzgebiete für den ET420: Das waren die Netze Stuttgarts und Frankfurts. Für viele Eisenbahninteressierte galten sie als die letzten Wirkungsstätten vor ihrem endgültigen Einsatzende.
In der Tat reduzierte sich der Bestand an 420ern innerhalb nur eines halben Jahres zwischen Ende 2014 und Mitte 2015 dramatisch, als sich beide Netze dem neuen ET430 zuwandten. Nahezu alle Vertreter der ersten Generationen an 420ern, also die weitbekannt als "Taschenschieber" bezeichneten Fahrzeuge, hauchten zeitweise an mehreren Schrottplätzen gleichzeitig ihr Dasein aus.

Doch heute, im Frühjahr 2016, kann der Chronist gleich drei (eigentlich mit Plochingen sogar noch vier) Einsatzgebiete der Baureihe 420 verzeichnen: Düsseldorf (seit Mitte 2014), München (seit Ende 2014) und Köln (seit Ende 2015)!

Vor allem Köln kommt für viele Beobachter des 420er-Werdegangs einer kleinen Sensation gleich. Wurde in München bereits Jahre vor der Rückkehr des 420er der Ruf aus der Gerüchteküche immer lauter, stand Köln wohl bei den wenigsten auf dem Zettel.

Wenn schon die Rückkehr des 420er nach 10-jähriger Auszeit zur S-Bahn München ein kaum erwartbares Kuriosum darstellte, so ist das nach 17 Jahren erneute Erscheinen der Baureihe 420 auf der Hohenzollernbrücke fast noch unglaublicher.
Doch, ungläubiges Staunen? Und das zu Füßen des Kölner Doms? Da mag man dem altbekannten Spruch, dass bei der Eisenbahn "alles" möglich sei, ein freudiges "Halleluja" zurufen.

Um die Metaphern hier nicht zu überstrapazieren, kann man zumindest darauf verzichten von einer Wiederauferstehung zu sprechen. Denn erstens sind die heute eingesetzten 420er der 7. und 8. Bauserie bestenfalls so etwas wie eine Reinkarnation der früher hier tätigen Triebwagen und zweitens hatte es bei den letzten Einsätzen im Jahre 1998 noch gar keine "S-Bahn Köln" mit eigenem Unternehmensteil und Betriebswerk gegeben. Damals wurden alle Fahrzeuge noch vom hassgeliebten Düsseldorf gestellt.

Womit wir elegant die Überleitung zum dritten Einsatzgebiet des aktuellen 420-Bestands geschafft hätten: Das Bw Düsseldorf-Außenbahnhof ist jetzt witzigerweise der Standort unter den "Neulingen" mit der längsten aktuellen Einsatzzeit der 420er.
Schon vor drei Jahren fand sich 420 401 als erstes Standmodell, also quasi die "Vorserie", plötzlich im Bestand der S-Bahn Rhein-Ruhr wieder. Erst über ein Jahr später konnte nach unzähligen Trockenübungen mit weiteren Neuerwerbungen aus Stuttgart der Kleinbetrieb Rund um die S68 aufgenommen werden.

Dennoch liegen die Düsseldorfer, wie erwähnt, zeitlich und in ihrer Erfahrung weit vor den Münchnern und Kölnern. Lediglich beim unverändert geringen Einsatzradius ist Düsseldorf mittlerweile weit hinter den der beiden anderen Einsatzgebieten zurückgefallen. Das gilt jedoch keinesfalls bei dem allgemeinen Zustand der Fahrzeuge, die insbesondere in Düsseldorf einen recht guten Eindruck machen. Düsseldorf ist auch der Einsatzort mit der kürzesten Auszeit des 420. Der war schon öfters dieser Betriebsstelle entschwunden, kam aber jedes Mal aufs Neue zurück an den Standort. Zuletzt verabschiedeten sich die 420 in Form einer bunten Sammlung an Fahrzeugen der 2. bis 6. Bauserie im Frühjahr 2009 aus Düsseldorf, bzw. Essen. Mit dem erwähnten Erwerb des nicht (mehr) zugelassenen 420 401 im Jahre 2013, hielt die 420er-Abstinenz gerade mal knappe 4 Jahre. Im Vergleich zu den langen Pausen in München und Köln eine geradezu vernachlässigbare Zeitspanne.


Soweit die Übersichtbersicht zur Gesamtsituation. Es folgen die Einsatzorte im einzelnen:



Düsseldorf

Weitgehend unverändert bedienen die Düsseldorfer 420er fast ausschließlich die meisten Umläufe der HVZ-Linie S68 (siehe Umlaufpläne rechts neben dieser Spalte) und - je nach Verfügbarkeit - auch einen kurzen Umlauf auf der S1 zwischen Düsseldorf und Solingen morgens und nachmittags.

Der aktuelle Bestand an 15 Fahrzeugen lässt Spekulationen für weitere Aufgaben zu. Jedoch gab es solche nur für kurze Zeit im Jahre 2014 als HVZ-Verstärker auf der S6 nach Ratingen und außerplanmäßig, aber dennoch wiederkehrend auf der S8 zwischen Mönchengladbach und Wuppertal-Oberbarmen.

Vereinzelt sollen Düsseldorfer 420er auch in den Kölner Einsatzplänen aufgetaucht sein. Dort sind sie für jedermann weithin an den sichtbar deklarierten 1.-Klasse-Abteile der Mittelwagen erkennbar.


Köln

Die Kölner Neuerwerbungen, wie in München auch hier manchmal scherzhaft als Nachfolgebaureihe des 423ers bezeichnet, sind mit 10 Einheiten an der Zahl in ihrem neuen Betriebswerk angerückt. Neben den nunmehr erstmalig auf 420ern angebrachten Anschriften der S-Bahn Köln, fallen die Fahrzeuge insbesondere durch die mit weißer Folie überklebten 1.-Klasse-Streifen an den Mittelwagen auf. Die Wagenklasse ist bei allen Kölner Einheiten jetzt durchgehend als 2. Klasse angeschrieben worden. Die Abteile im Mittelwagen sind jedoch noch vorhanden.

Mit ihren ausschließlich werktäglichen Einsätzen wird die S12 zwischen Köln-Ehrenfeld und Hennef (Sieg) bedient. Mit enthalten sind zeitweise Verlängerungen bis nach Horrem im Westen und Au (Sieg) im Osten. Damit sind die Kölner 420er mit ihren Leistungen sowohl was die Laufkilometer als auch die tägliche Einsatzzeit betrifft (durchgehend von früh bis spät), den Düsseldorfer und Münchner 420 weit voraus. Allerdings reicht der überschaubare Fahrzeugbestand nicht aus um das Übergewicht an 423-Einsätzen auf der S12 kippen zu können.

Aktuell wird es im März eine baubedingte (Teil-)Sperrung der Stammstrecke in der Innenstadt zwischen Deutz und Ehrenfeld geben, die sich insbesondere auf die S12 auswirken wird. Wie sich die Einsätze und Umläufe der 420er in dieser Zeit gestalten werden, ist noch nicht ganz klar.

Die von manchen erhoffte Rückkehr zu Kölner S11 bis nach Bergisch-Gladbach, also die traditionelle 420er-Einsatzstrecke schlechthin, erscheint derzeit doch sehr unwahrscheinlich. Dagegen war der grundsätzliche Einsatz auf der S12 fast ein Jahr vor dem Eintreffen der ersten 420 im Bw Köln in der Öffentlichkeit so angekündigt worden, wie er nun auch durchgeführt wird.


München

Der Bestand der Baureihe 420 zählt in der einstigen 420er-Hochburg ganze 16 Einheiten. Mitgezählt wird hier noch die Einheit 420 001, die aber weiterhin nur für Sonderfahrten vorgehalten wird. Ein über die Jahre immer wieder ins Spiel gebrachter "Vorruhestandsbetrieb" mit wenigen Umläufen zur HVZ ist bis heute nicht zustande gekommen.

So werden die regulären Einsatzpläne ausschließlich mit den neuerworbenen Fahrzeugen der 8. Bauserie bestritten. Diese sind allesamt zuvor im AW Nürnberg mit einem Redesign der Fahrgasträume ausgestattet worden, wobei fast alle Spuren des vormaligen 1.-Klasse-Abteils im Mittelwagen beseitigt wurden (Sitzabstand und Windfangweite am Einstieg sind die einzig verbliebenen Merkmale).

Die Fahrzeuge kommen ausschließlich an Werktagen zur Verstärkung auf S2, S4 und S20 zum Einsatz. Die beiden Taktverstärker auf der S2 zwischen Dachau und Altomünster können nur zeitweise von 420ern bedient werden. Die knappe Fahrzeugverfügbarkeit, aber auch die begrenzte Verfügbarkeit an ausgebildeten Triebfahrzeugführern für den 420, machen sich zuallererst auf diesen Umläufen bemerkbar.

Die Einsätze auf dem S4-Westast in Verbindung mit den Umläufen auf der S20 sind dagegen - nach einigen Startschwierigkeiten - in einen stabilen Betrieb mit der Baureihe 420 übergegangen. Seit dem 26. Februar 2016 befahren auf der S20 baustellenbedingt zweimal am werktäglichen Vormittag bis einschließlich 9. Mai 2016 die 420 auch den S7-Abschnitt zwischen Mittersendling über Harras und Heimeranplatz zur Donnersberger Brücke um dort dann zum Starnberger Flügelbahnhof auszuscheren. Kurzgesagt: Sie folgen der Spur der einstigen S27.


Plochingen

Schon fast in Vergessenheit, gibt es selbst jetzt noch einen Restbestand an betriebsfähig vorgehaltenen 420ern in Stuttgart, die auch gelegentlich ihren Auslauf erhalten. Der Bestand ist aber mit nunmehr 4 Einheiten schon weniger als marginal. Feste Einsatzpläne gibt es bereits seit etwas weniger als einem Jahr nicht mehr. Zuvor gab es noch ein paar HVZ-Umläufe, vornehmlich auf S2 und S3, sowie vereinzelt als morgendlicher Verstärker auf S1 und S5 mit Bahnsteigwende im Stuttgarter Kopfbahnhof. Im ersten Halbjahr 2015 kamen die 420 noch ein paar Male als "Fußballverstärker" auf der S1 zum Einsatz. Ein Dienst den die 420er bereits in den Jahren zuvor immer wieder mal stärker, mal schwächer beherrschten.

Die immer noch bestehende Unterhaltung der wenigen 420er lässt sich mit den anfänglichen Erfahrungen mit der Baureihe 430 am besten erklären. Zum einen kam der Betrieb bekanntlich nach einer längeren Unterbrechung erst im Laufe des Jahres 2014 allmählich ins Laufen, wobei die volle Verfügbarkeit lange Zeit nicht gewährt werden konnte. Zum anderen zeigte sich schon recht früh im halbwegs eingespielten Regelbetrieb, dass die Größe des Fuhrparks dennoch zu knapp kalkuliert wurde. Dies führte vor einem Jahr zu einer recht kostspieligen Nachbestellung weiterer 430, mit deren Eintreffen in diesem Jahr gerechnet werden darf. Sie werden gleichsam den endgültigen Schlusspunkt für die letztverbliebene Reserve an 420ern setzen.




10.01.2016 +++ Meldungen

Zunächst einmal ein

FROHES NEUES JAHR 2016!

Öhm, war was? ;-)




07.03.2015 +++ Meldungen

Die Baureihe 420 - unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2015.

Und wir haben es mit einem Paradoxon zutun: Obwohl sich das 420er-Universum aus Düsseldorf und München erweitert hat, ist es in der Masse erheblich geschrumpft. Insbesondere in der Mitte, also im Raum Frankfurt und Stuttgart ist die Fluktuation enorm. Und es sind auch schwarze Löcher entdeckt worden, eins befindet sich bei Trier und ein weiteres befindet sich genau in...

...Opladen

Nach der ersten Zerstörungsarie an Stuttgarter Schwenktürer der 7. Bauserie, hat sich der Abrissbagger der Firma Bender an zahlreichen Taschenschiebern der ehemaligen S-Bahn Frankfurt vergriffen. Auch Fahrzeuge der Mini-Fughafenserie "7a" sind nunmehr in der Schrottpresse gelandet. Hier die Chronik des Schredders, das bis ins vergangene Jahr zurück reicht:


DSO-Meldung 8. Dezember von "KOPLX":
» BENDER: Wieder ET 420-Neuzugänge


DSO-Meldung 9. Dezember von "KOPLX":
» BENDER: 420 311 in Stücken


Über die Wupper gingen in den vergangenen Tagen die Einheiten 420 337, 420 378, 420 311, 420 267, 420 389, 420 305, 420 290 und 420 295. In etwa dieser Reihenfolge. Die Verschrottung dauert noch an, noch ist nicht jeder Wagen der letzten Einheiten durch die Presse gegangen.


DSO-Meldung 11. Dezember von "KOPLX":
» BENDER: Zerlegungsdaten 420er - alles im Dunkeln ...



Düsseldorf

Zwar recht nahe am "schwarzen Loch", aber dennoch diesen Kräften sich widersetzend, dreht der kleine 420er-Bestand weiterhin auf der S68 seine Kreise.
Die große Traktionsumstellung machte sich bei diesem Fahrplanwechsel eher bei den anderen Baureihen bemerkbar.

Der historische Nachfolger des 420 an Rhein und Ruhr waren die Wendezüge mit x-Wagen. Zunächst mit 111er bespannt, nach der Deutschen Einheit dann von 143er übernommen, präsentierte sich die S-Bahn die letzten Jahrzehnte auf der S6 zwischen Essen, Düsseldorf und Köln in dieser Konfiguration. Seit dem Fahrplanwechsel ist dies Geschichte, denn die neu ausgelieferten Lirex-Triebzüge der Baureihe 1440 haben die meisten 422 von der S5/S8 verdrängt. Diese wiederum haben nun die Herrschaft auf der S6 übernommen. Einige Umläufe werden aber auch von der Baureihe 423 geleistet, so auch jene die seit Sommer letzten Jahres den 420ern vorbehalten waren. Der 420 hat sich - vorerst - einmal wieder aus Ratingen verabschiedet.

DSO Beitrag - Abschied 420er KRAO (m2B), von Bernd Bastisch.
» Abschied 420er KRAO (m2B)



Ein anderes Bild in und um Düsseldorf: Zur Hauptverkehrszeit tummeln sich am Düsseldorfer Hauptbahnhof nicht weniger als fünf Baureihen und Generationen von S-Bahntriebzügen: 420 (S68), 422 (S1, S6), 423 (S11, S6), 1440 (S8) und 143er mit x-Wagen (S68 und weitere Verstärker).

Und keine dieser Baureihen sind bekanntermaßen mit den jeweils anderen betrieblich kuppelbar.

Wer die Auflistung aufmerksam gelesen hat, dem wird der "Coradia LIREX" der Baureihe (1)440 aufgefallen sein. Er fährt tatsächlich! Zwar zeigten in den ersten Wochen die neuen 1440er vermehrt Ausfallserscheinungen, doch scheinbar nicht in dem Maße das der 420 die ihm angedachte Feuerwehrfunktion ausüben musste. Der Bestand hätte dafür im Notfall wohl auch bei weitem nicht ausgereicht.

Raum für Spekulationen über die weitere Verwendungsmöglichkeiten des 420 im Dienste der S-Bahn Rhein-Ruhr gab die Umsetzung freigewordener x-Wagenzüge von der S6 zur S4 nach Dortmund. Zwar haben in kurzer Zeit die 422 die Hälfte der Umläufe wieder zurück erobert, doch steht die Frage im Raum wie lange die x-Wagenzüge überhaupt noch im Einsatz bleiben werden. Erster Kandidat zur Nachfolge: Ihr Vorgänger!

Konkreter als diese Spekulationen ist dagegen dieses künftige Einsatzgebiet:



Köln

Die Stadt mit dem Dom und der Brücke über dem Strom. 1998 war zuletzt die Baureihe 420 mit einer sehr überschaubaren Zahl an Einheiten hier noch im Einsatz. Jetzt, und das erst seit dem Fahrplanwechsel, ist die Baureihe 423 mit seiner 422-Verwandschaft Alleinherrscher über alle Kölner S-Bahnlinien.

Aber wohl nur noch dieses Jahr, denn hochoffiziell hat sich die Baureihe 420 für künftige Einsätze auf der S12 zwischen Au (Sieg), Siegburg, Köln und Horrem empfohlen.
Sie soll ab dem Fahrplanwechsel im Dezember Teil der Umstrukturierung der Linien und Fahrplanlagen mit S12, S13 und S19 bilden. Der 423 soll dabei die S13 und die ergänzende S19 übernehmen und damit auch den Flughafenbahnhof anfahren. Die 420er werden auf der S12 dagegen am Flughafen vorbeizischen. Die S13 übernimmt den Linienast der S12 bis Düren, womit dort wohl nicht mit Besuchen des 420 zu rechnen sein wird. Die Aufgabentrennung soll strikt eingehalten werden, wofür auch die unterschiedlichen Höchstgeschwindigkeiten, die unterschiedliche Anzahl an Fahrzeugen und zuletzt auch der Wille des Bestellers sorgen wird.

Ob die 420er in Köln beheimatet oder aus Düsseldorf zugeführt werden, ist bislang so wenig bekannt, wie die Anzahl der vorgesehenen Fahrzeuge und welche es denn genau sein werden. Das Stillstandsmanagement und die Stuttgarter S-Bahn haben aber noch einige im Petto.

Übrigens, eine S-Bahn von Au (Sieg) nach Horrem benötigt 1,5 Stunden.



München

Der neue Einsatzort der Baureihe 420 muss sich scheinbar noch an dieses Fahrzeug gewöhnen. Und das Fahrzeug scheinbar an den neuen Einsatzort.
Ganz so als ob man sich nicht kennen würde.

Und tatsächlich hat es bisweilen den Anschein als ob die ersten Schritte in die neue 420er-Epoche bei der Münchner S-Bahn noch recht wacklige sind.
In den ersten Einsatzwochen standen nur sehr wenige Einheiten zur Verfügung. Die Einsätze beschränkten sich dabei auf die beiden HVZ-Planumläufe auf dem S2-Ast zwischen Dachau und Altomünster. Oftmals wurde einer der beiden Planumläufe vertretungsweise vom ET423 übernommen, zeitweise fiel der Einsatz des ET420 vollständig aus. Erst im Laufe des Januars kamen allmählich mehr Fahrzeuge auf der S2 zum Einsatz.

Anfang Februar schien der Bestand groß und stabil genug zu sein um den nächsten Schritt zu wagen: Am Montag, dem 2. Februar begann der ursprünglich auch schon zum Fahrplanwechsel geplante Einsatz der Baureihe 420 auf der S4/S20. An jenem verschneiten Tag kehrten nach über 10 Jahren wieder Fahrzeuge der Baureihe 420 in ihr angestammtes Einsatzgebiet zwischen Hauptbahnhof, Höllriegelskreuth und Geltendorf zurück.
Rückblende: Bis zum Einsatzende der letzten 420er in München gab es vereinzelte HVZ-Leistungen zwischen Ostbahnhof und Höllriegelskreuth (1x am Morgen) und zwischen Ostbahnhof, Hauptbahnhof (wahlweise Starnberger Flügelbf oder Tunnelbahnhof) und dem (West)Ast der S4 bis hinaus nach Buchenau/Grafrath/Geltendorf. Damals gab auch noch einzelne HVZ-Leistungen von/nach Ostbahnhof in/aus Richtung Maisach/Olching (damals S8) und Freising/Flughafen (S1).
Der heutige Einsatzplan ist dazu im Vergleich zu den letzten Einsatzplänen aus jenen Tagen sogar umfangreicher und länger. So sollen den 420 nicht nur alle Leistungen der S20 obliegen, die Verlängerungen zur S4 und sämtliche Verstärkerumläufe auf der S2 zwischen Altomünster und Dachau Stadt bieten für 15 Einheiten erhebliche Auslaufmöglichkeiten. Jedoch kamen auch im Februar immer noch nicht alle Fahrzeuge zum Einsatz und jene die bereits unterwegs waren hatten mitunter noch mit Problemen zu kämpfen. So verschwand mit der Umstellung am 2. Februar der 420er einstweilen vom "Bockerl" wie die Lokalbahn Dachau-Altomünster liebevoll im Volksmund genannt wird. Erst gegen Ende Februar traute man dem 420er auch diese Aufgabe wieder zu.

Meldung aus dem Tramreport:
» 420 auf den Linien S4 und S20


Für den Fahrgast offensichtliche Mängel waren in den ersten Wochen vor allem Probleme mit Heizung und Türen. Ersteres machte sich insbesondere in den kalten Wintertagen unangenehm bemerkbar, letzteres sorgte neben dem Ärger mit Betriebsverzögerungen vor allem für Erstaunen in Fachkreisen. Für massive Türdefekte waren bislang die Fahrzeuge der Bauserien mit Schwenkschiebetüren nicht bekannt. Das gilt weiterhin auch für die Fahrzeuge die in den Betriebswerken Plochingen und Düsseldorf ihren Dienst schieben. Und selbst das Bw Steinhausen hatte bis ins Jahr 2004 nie mit solchen Problemen an den Fahrzeugen der 7. und 8. Bauserie zu kämpfen.
Erklärungsversuche zu diesen und weiteren Ausfall- Phänomenen werden zumeist sowohl in den Standschäden einiger Fahrzeuge sowie in fehlender Tiefe beim Kenntnisstand über diese Fahrzeuge im Bereich der Werkstatt gesucht. Der 420er präsentiert sich in München derzeit tatsächlich in der Art eines Neubaufahrzeugs.



04.01.2015 +++ Meldungen

Zunächst einmal ein

FROHES NEUES JAHR 2015!

Und hier die ersten Meldungen mit dem letzten vom vergangenen Jahr.


München

Statt des hier in großen Lettern angekündigten 15. Dezember (erster Werktag nach dem Fahrplanwechsel), begann das reguläre 420er-Zeitalter auf der Lokalbahn Dachau - Altomünster erst am Dienstag, den 16. Dezember.

Es pendelten die beiden Einheiten 420 437 und 420 446 in den HVZ-Umläufen an den Vor- und Nachmittagen der ersten Einsatzwoche. Zwischenzeitlich kam 420 448 im Tausch ebenfalls zu seinen ersten Einsätzen auf der neuen S2.

Der Bestand an einsatzbereiten 420 beschränkt sich mehr oder weniger zu Beginn des Fahrplanjahrs auf die drei erwähnten Einheiten. Weitere Einheiten stehen kurz vor der Inbetriebnahme, andere verweilen noch in den Werken Nürnberg und Krefeld um das von BEG und MVV geforderte Redesign zu erhalten. Dieses zeichnet sich durch eine hellere Inneneinrichtung mit Decke und Wänden in Weiß und Grau aus, sowie den blauen, zumeist neubezogenen Paulisch-Systemsitzen. Ein weiteres Merkmal im Innenbereich ist das zurückgebaute ehemalige 1.Klasse Abteil. Äußerlich unterscheiden sich die neuen Triebzüge für München am deutlichsten an den Spitzensignalen, die eine LED-Beleuchtung erhalten haben.

Über den Zeitplan der geplanten Auslieferungen, bzw. der Frage ob es überhaupt einen solchen gibt, ist offiziell nichts bekannt. MVV und DB Regio halten sich mit Meldungen Rund um die jüngsten Neuerwerbungen beim Fahrzeugbestand zurück. Kaum erwähnt wird auch der sehr knappe Wagenbestand im gesamten S-Bahnnetz, da die fehlenden 420 mit der gleichgebliebenen Anzahl an 423 derzeit abgefedert werden müssen.



Stuttgart

Das einst angepeilte Photofinish der 420er in Frankfurt und Stuttgart zum Fahrplanwechsel 2014 hat so nicht stattgefunden.
Während in Frankfurt bekanntlich schon weit ein Monat vor dem Fahrplanwechsel Schluss war, überzieht Stuttgart nun den ursprünglichen Termin um eine ganze (unbekannte) Weile.

Am Wochenende des Fahrplanwechsels verschwanden zwar die letzten 420-Umläufe von der S2, doch schon am Montag, den 15. Dezember kehrten die ersten Einheiten als Verstärkerleistungen auf die Strecke zurück. Und dies galt nicht nur für die S2, sondern ebenfalls im Wechsel für die S3, sowie in einem weiteren Umlauf für S4, S5 und S6.

Bei dem Nordwest-Netz konnten aus Sichtungsmeldungen bislang folgende, nicht vollständig verifizierte Umläufe extrahiert werden. Ohne Gewähr, versteht sich:

Umlauf Nordwest 1

S 7819 (S1) Plochingen ab 4:23 - Stuttgart Hbf (hoch) an 4:50

S 7502 (S5) Stuttgart Hbf (hoch) ab 4:58 - Bietigheim an 5:23

S 7507 (S5) Bietigheim ab 5:52 - Schwabstraße an 6:23

S 7412 (S4) Schwabstraße ab 6:33 - Backnang an 7:22

S 7425 (S4) Backnang ab 7:33 - Schwabstraße an 08:28

Weiter als Lt nach Plochingen, an ca. 9:10



Umlauf Nordwest 2

Lt ab Plochingen, ab ca. 5:00 zur Schwabstraße

S 7506 (S5) Schwabstraße ab 5:53 - Bietigheim an 6:23

S 7513 (S5) Bietigheim ab 6:37 - Schwabstraße an 7:08

S 7418 (S4) Schwabstraße ab 7:18 - Marbach an 7:50

S 7427 (S4) Marbach ab 8:10 - Schwabstraße an 8:43

S 7734 (S6) Schwabstraße ab 8:58 - Leonberg an 9:28

Zurück nach Stuttgart/Plochingen als Lt



Was die S2 und S3 betrifft, so gab es dazu eine Sichtungsmeldung in DSO samt Umlaufplan.

DSO Beitrag von User Thyristorlastschalter:
» TWI - Neuer Zwischentaktzug mit alter S-Bahn (mB)


Der seit langer Zeit z-gestellte 420 410 ist letztes Jahr nicht mehr weit gekommen. Die als Ersatzteilspender dienende Einheit wurde am 9. Dezember morgens von 218 191 zum benachbarten Schrottplatz der Fa. Kaatsch am Plochinger Hafen überstellt. Man begann umgehend bei 420 910 mit der Verschrottung, dem der Rest der Einheit rasch folgte.

DSO Beitrag von Andreas Axmann - Kaatsch Pochingen: » 420 410 wird zerteilt

Wem die Firma Kaatsch bislang kein Begriff war, bitteschön: » www.kaatsch.de


Weitere Meldungen, insbesondere zur Datenpflege, folgen alsbald.




15.12.2014 +++ Meldung

München nimmt an diesem Montag, den 15.12.2014 wieder Kontakt mit der Baureihe 420 auf:

Mit zwei Verstärkerumläufen soll der 420 auf dem neuen Linienast der S2 zwischen Dachau und Altomünster pendeln. Wie so etwas aussieht kann man z.B. hier sehen, wo der redesignte 420 446 bereits auf Probefahrt gegangen war:

DSO-Meldung 9. Dezember.
» [KBS 999.30] Dachauer Bockerl: Probefahrten mit 420 und 423 (m6B)

Wenn die Einsatzplanung eingehalten wird, geht der erste 420 als S 6917 um 5:53 Uhr ab Altomünster an den Start.

Neben dieser absoluten Premiere des 420 auf der erst am Sonntag eröffneten S-(Lokal)bahn Dachau-Altomünster (s’Bockerl, jetzt: "S-Bockerl"?), könnte der 420 nur wenige Minuten später ein Comeback in seinem früheren Revier feiern. Es sind mit dem erfolgten Fahrplanwechsel feste Umläufe auf der S4, übergehend auf und von der S20 vorgesehen. Wie weit sie bereits am ersten Tag mit einer ausreichenden Zahl an 420 geleistet werden könnten, ist unklar.

Näheres zu den werktäglichen Einsätzen auf S2, S4 und S20 findet man im folgenden Umlaufplan, zusammengefasst von Frederik Buchleitner (Webseite: www.tramreport.de), den er hier freundlicher Weise zur Verfügung stellt:

Tramreport:
» 420er-Umläufe in München (PDF-Datei)

» Meldung zur 420er-Wiederkehr


ET420-Online wünscht allzeit Gute Fahrt!








Willkommen bei ET420 - Online
Informationen und Daten zur Baureihe 420/421
Ein Frankfurter - jetzt als Museumszug in Gießen:

Gießen am 20. Mai 2015. Was bei 420 293 auf der letzten Fahrt durch Frankfurt mit einer Girlande endete, begann wieder mit Girlande an 420 298 der in das nächste Zeitalter nach Gießen startete.

Foto: Nick Zortea


Ein 420er Gießen? Wie kommt der denn dort hin?
Die Frage soll hier beantwortet werden.

In der Tat, Gießen hatte in Bezug auf die Baureihe 420 bislang keine gemeinsame Geschichte. Bislang!
Denn seit dem 20. Mai 2015 können mit 420 298 die Oberhessischen Eisenbahnfreunde (kurz OEF) genau einen 420er mehr vorweisen als Frankfurt am Main, die ehemalige Hochburg des 420er. Dort verabschiedete sie sich in der Nacht auf Montag, den 3. November 2014 nach einem Rund 40 Jahre währenden Dauereinsatz aus der Region.
Danach begann schon bald eine umfangreiche Verschrottungsaktion. Nahezu der gesamte Bestand an Frankfurter 420er, die im Jahre 2014 dort noch beheimatet waren, sind mittlerweile dem Rohstoffkreislauf wieder zugeführt worden. Indes: 420 298 erfreut sich weiter bester Gesundheit. Und wie es zu diesem glücklichen Umstand kam, das soll im Folgenden geschildert werden.

Die Vorgeschichte

Bereits frühzeitig zeichnete sich in Frankfurt das Interesse zum Erhalt eines 420er ab, da schon zur Jahrtausendwende erstmals die mittel- bis langfristige Ablösung dieser Baureihe auch an diesem Standort zur erwarten war. Vielleicht war man mit dem Vorhaben etwas seiner Zeit voraus, möglicherweise waren es aber auch andere Gründe warum sich die Absicht im Sande verlief, sich einen zukünftigen Museumszug zu sichern. Im Gespräch waren die Fahrzeuge 420 201 oder 420 250, die als Fahrzeuge der 3. Bauserie in die engere Wahl kamen. Sie galten als frühe Vertreter der Frankfurter S-Bahn, die zum Zeitpunkt der Jahrhundertwende alle Fahrzeuge der noch älteren Gründergeneration aus der 2. Bauserie bereits nach München abgegeben hatte. Neben diesen historischen Aspekten und seinem allgemein guten Zustand schien 420 250 auch deshalb in die engere Wahl gekommen zu sein, da er mit relativ frischer Revision und abgeschlossener Rahmensanierung einen problemlosen Einsatz und pflegeleichten Unterhalt auf lange Zeit versprach.

Neben möglicherweise internen Hindernissen waren es vor allem Entwicklungen „von außen“ die das Vorhaben scheitern ließen. Die große Zeit Hartmut Mehdorns war angebrochen, in der privates Engagement über das Tagesgeschäft hinaus im günstigsten Fall noch mit Gleichgültigkeit, oftmals aber mit Argwohn wenn nicht sogar aktiver Gegenwehr zu rechnen hatte. Die Aufbewahrung und Pflege eines „veralteten Zuges“ konnte von manchen dynamischen Zeitgenossen als Bedrohung verstanden werden: Solche Vorhaben schienen nicht nur der heiligen Rendite entgegen zu stehen, sie wurden als Hindernis auf dem Weg zum sehnlichst erhofften Image als moderner Logistikkonzern betrachtet.
So passte es in jene Zeit das 420 250 trotz aller zuvor erfolgten Investitionen, wie die Rahmensanierung und das Innenraum-Redesign, dennoch nach schon der Hälfte der laufenden Frist an DB Regio NRW zwecks Ersatzteilgewinnung verkauft und alsbald dann verschrottet wurde. Zur gleichen Zeit ging 420 201 ebenfalls den Weg des alten Aluminiums. Das Großreinemachen hatte nebenbei den sicherlich nicht ganz unerwünschten Effekt, dass jedwede Art an Engagement zum Erhalt solcher Fahrzeuge im Großraum Rhein-Main nachhaltig im Keim erstickt werden konnten.

Selbst in der späten Phase, als sich die S-Bahn Frankfurt mit neuer Werkstatt, stabilen Fahrzeugbestand und wieder aufgefrischten Fahrzeugen konsolidierte, wagte man sich nicht nochmals an ein ähnliches Vorhaben zum langfristigen Erhalt eines 420 für die Mainmetropole. Mit der letzten Runde von 420 293 und 420 309 in der Nacht zum 3. November 2014 schien ein bedeutendes Kapitel der Frankfurter Verkehrsgeschichte still und leise für immer geschlossen worden zu sein. Die Spuren drohten sich schnell zu verwischen.

Rettung in letzter Sekunde

Als in dieser Zeit das Verschrottungsprogramm für die Frankfurter 420er allmählich ins Laufen kam, war es zum handeln höchste Eisenbahn geworden. Durch das im Rahmen der Aktion "Bahnazubis gegen Hass und Gewalt" im Dezember 2012 initiierte Projekt, 420 350 als Werbebotschafter in auffälliger Folienbeklebung auf Fahrt zu schicken, hatte der Frankfurter Lokführer Nick Zortea bereits den richtigen Draht zu den wohlwollenden Stellen aufbauen können. Aus der Idee und dem guten Willen musste aber noch ein Konzept entwickelt werden. Bei der Suche nach geeigneten Partnern traf man mit den Oberhessischen Eisenbahnfreunden aus Gießen auf die richtigen Mitstreiter. Diese erklärten sich bereit, einem 420er als Leihgabe des DB Museums eine dauerhafte Bleibe zu bieten.

Nun begann in Frankfurt das Ausschlussverfahren zur Ermittlung des Fahrzeugs im besterhaltenen Zustand. In enger Abstimmung mit der S-Bahn Werkstatt war Nick Zortea bei der Suche und der Prüfung einiger vielversprechender Kandidaten schließlich zum Entscheid für 420 298 gelangt. „Dank der S-Bahn Rhein Main wurde uns wohl der beste Triebzug gegeben, denn bisher gab es kein schwerwiegendes Problem“ ist sein Fazit heute. Als dann die Überführung bevorstand wollte er wieder ein Zeichen setzen.

Nick Zortea war auch der Lokführer der in jener Novembernacht 2014 die letzte Fahrt von 420 293 und 420 309 im Regelbetrieb fahren durfte: Diese ging auf den letzten Runden von Offenbach nach Wiesbaden, von Wiesbaden nach Hanau und von dort mitten in der Nacht als Leerzug nach Offenbach Gbf zur endgültigen Abstellung. Für jenen Tag hatte er eine Girlande angefertigt, welche den Zug auf den letzten Kilometern zierte.
So wie in den letzten Betriebsstunden die Girlande ein weit sichtbares Zeichen der Zäsur war, so wurde sie bei der anstehenden Überführung als Zeichen eines Neuanfangs an 420 298 wieder angebracht. Eine angefertigte Zugzielrolle mit dem Ziel "Auf ins Museum" durfte natürlich auch nicht fehlen. Die Vorlage dazu lieferte die besondere Beschilderung an 420 001, der am 18. April 2010 sich mit dem Titel "Auf in den Ruhestand" mit ablaufender Frist zeitweilig verabschiedete.

Ab in den Tunnel!

Am 11.06.2016 findet eine neue Sonderfahrt mit dem ET 420 statt. Nach der durchweg positiven Resonanz auf eine kürzlich erfolgte Bewegungsfahrt durch den Frankfurter S-Bahn-Tunnel hatten die OEF sich entschlossen, diese auch für unsere Fahrgäste anzubieten.

» Weitere Informationen hier.



Eine Wiederkehr durch den Auszug nach Gießen

Am 20. Mai 2015 war es soweit: Die Überführung nach Gießen konnte beginnen. Der Weg führte von Frankfurt Außenbahnhof über Friedberg nach Gießen. „Dort erwarteten uns viele Fans und die Presse, welche einen Artikel in der Zeitung abdruckte“ so Nick Zortea. Als dann der Hofhund (Köf3) anrückte, wurde der 420 auf das Gelände geschoben. Seit diesem Tag ist der Frankfurter S-Bahntriebwagen ein fester Bestandteil des Vereinslebens.
So wurde er bereits auf dem Pfingstfest 2015 ausgestellt. Zuvor hatte das engagierte Team Rund um den Frankfurter Lokführer das Fahrzeug innen und außen gereinigt und die Zugsitze des B-Teils poliert.

Zur ersten kleinen Sonderfahrt kam es am 22. August 2015, als 420 298 den Zubringerdienst von Friedberg nach Gießen leisten durfte, um die Fahrgäste zu den Schienenbussen der OEF zu bringen welche dann zu einem Ausflug nach Boppard starteten. Die erste Sonderfahrt in dem der 420er allein im Mittelpunkt stand, startete zu Halloween am 7. November 2015 zur Burg Frankenstein unter dem Motto „Die S-Bahn des Grauens“. Dazu wurde ein Endwagen passend stimmungsvoll geschmückt: Orangenes Licht, bunte Lichteffekte, Spinnweben, herum hängende Gliedmaßen und eine riesen Spinne welche den Bereich vor dem Führerstand bewachte. Da nach Halloween der Triebzug zunächst wieder still stand, legten einige Teammitglieder zusammen um eine Probefahrt durchführen zu können. „Wir fuhren am 06.02.2016 von Gießen über Friedberg nach Frankfurt um dort das erste Mal wieder durch die Stammstrecke zu fahren“ so Nick Zortea. Ab Offenbach Ost ging es weiter nach Hanau Hbf. Nach der Wende im Abstellgleis ging es wieder zurück. Äußerst beeindruckend war es für alle Beteiligten ab Frankfurt Hbf (tief) über Galluswarte Messe und West zu fahren.
„Alles immer ohne Störung!“ betont Zortea.
„Für mich war es eine riesen Ehre die letzte und die erste Fahrt durch den Tunnel zu führen, sowie die Überführung ins Museum.“

Und so kann es weitergehen

Der erste Schritt zum Erhalt des Fahrzeugs ist gelungen. 420 298 präsentiert sich nunmehr im Zustand seiner letzten Einsatzjahre, also in verkehrsroter Lackierung und bei der Innenraumgestaltung nach dem Redesign-Programm der 1990er Jahre. Ein zweites, leichteres Redesign-Programm zur Auffrischung hatte 420 298, wie alle Frankfurter 420er seinerzeit, um das Jahr 2008 erhalten. Erkennbar ist das in erster Linie an den blauen Sitzpolstern, die das aktuelle Designmuster von DB Regio widerspiegeln.
Für 420 298 könnte längerfristig eine Umgestaltung in den Zustand der „Produktdesign-Ära“ der späten Bundesbahn in Frage kommen. Neben der Lackierung in lichtgrau mit orangenen Fensterband und gelben Absetzstreifen, würden grüne und dunkelblaue Sitzpolster (letztere Farbe der 1. Klasse) bei bestehender Innenraumausstattung diese Epoche repräsentieren.
Für ein solches Vorhaben wären jedoch erhebliche Mittel notwendig, die hauptsächlich durch Spenden erbracht werden müssten. So steht dieses Vorhaben hinter den notwendigen Maßnahmen und Aufwendungen die zu Pflege und Erhalt aufgewendet werden müssen. Spenden und tatkräftige Unterstützung dazu sind natürlich stets willkommen.

Durch Sonderfahrten soll das Fahrzeug in Schwung bleiben und so öfters auch in seiner alten Heimat vorbeischauen können. Ein Glücksfall für alle die die verkehrsgeschichtliche Bedeutung des 420 für Frankfurt erkannt haben. Denn im Grunde war es schon 5 nach 12, als für Frankfurt doch noch ein 420er gerettet werden konnte. Es sei daran erinnert, dass dies die S-Bahn-Fahrzeuge der ersten Stunde waren. Sie hatten in den vergangenen Jahrzehnten ihren Teil für die dynamische Entwicklung der Region an Rhein und Main beigetragen. Ohne 420 wäre damals eine S-Bahn für Frankfurt nicht denkbar gewesen. Ohne S-Bahn wiederum wären keine schnellen und häufigen Verbindungen möglich geworden. Und wer glaubt der Frankfurter Flughafen hätte als wichtigste Verkehrsdrehscheibe der Bundesrepublik ohne schnelle S-Bahnverbindung zur Innenstadt und zum Hauptbahnhof diesen Status dennoch erreichen können, der steht mental für immer und ewig unrettbar verloren im Dauerstau vor dem Frankfurter Kreuz.

Die Baureihe 420 ist als verkehrsgeschichtliches Denkmal für die Handels- und Bankenmetropole Frankfurt erhalten geblieben. Dies wird in Zukunft sicherlich noch stärker zu würdigen sein, als jetzt schon ohnehin!

Vielen Dank allen engagierten Mitstreiter um die Oberhessischen Eisenbahnfreunde, sowie alle bekannten und unbekannten Helfern. Und natürlich nicht zuletzt dem Frankfurter Lokführer Nick Zortea.



Bilder zu den Arbeitseinsätzen des betreuenden Teams mit Vorher/Nachhereffekt sind hier zu sehen:
» www.facebook.com/et420298/

Einen Blog über die Halloweenfahrt sowie die weiteren Termine zu Sonderfahrten der OEF finden Sie unter:
» www.oef-online.de



Sichtungsbilder zur Überführungsfahrt am 20. Mai 2015.
» DSO-Beitrag: 420 298/798 zwischen Bruchenbrücken und Friedberg von Wolfgang Böhme.

» DSO-Beiträge: 420 298 Ankunft in Gießen - ein Bilderbogen (Beiträge von zwei verschiedene Usern).


Düsseldorf

Alle Umläufe fallweise mit 420er (zumeist Vollzüge) oder 143er mit x-Wagen.

Eine Besonderheit der S68 ist die Konzentration auf die sog. "Lastrichtung" zur HVZ von und nach Düsseldorf Hbf im Abschnitt zwischen Wuppertal und Düsseldorf. Das bedeutet das die meisten Züge ihre Fahrgäste morgens nur von Vohwinkel nach Düsseldorf bringen und am Nachmittag wieder von Düsseldorf weg in Richtung Vohwinkel. Die Leistungen gegen die jeweilige Lastrichtung werden in diesem Abschnitt als Leerzüge (kurz: Lt) gefahren.


HVZ am Morgen

S68   ULP 1 - Montag bis Freitag


Lt 73063

Düsseldorf Hbf
ab 5:25     
Langenfeld (Rhld)
an 6:02

S 31861

Langenfeld (Rhld)
ab 6:16
Düsseldorf Hbf
an 6:40
Wuppertal-Vohwinkel
an 7:05 als Lt

S 31870

Wuppertal-Vohwinkel
ab 7:16        
Düsseldorf Hbf
ab 7:40
Langenfeld (Rhld)
an 8:03

S 31873

Langenfeld (Rhld)
ab 8:16     
Düsseldorf Hbf
an 8:40


S68   ULP 2 - Montag bis Freitag


S 31860

Düsseldorf Hbf
ab 6:00     
Langenfeld (Rhld)
an 6:23

S 31863

Langenfeld (Rhld)
ab 6:36
Düsseldorf Hbf
an 7:00
Wuppertal-Vohwinkel
an 7:25 als Lt

S 31872

Wuppertal-Vohwinkel
ab 7:36        
Düsseldorf Hbf
ab 8:00
Langenfeld (Rhld)
an 8:23

S 31875

Langenfeld (Rhld)
ab 8:36     
Düsseldorf Hbf
an 9:00


S68   ULP 3 - Montag bis Freitag


S 31862

Düsseldorf Hbf
ab 6:20     
Langenfeld (Rhld)
an 6:43

S 31865

Langenfeld (Rhld)
ab 6:56
Düsseldorf Hbf
an 7:20
Wuppertal-Vohwinkel
an 7:23 als Lt

S 31874

Wuppertal-Vohwinkel
ab 7:56        
Düsseldorf Hbf
ab 8:18


S68   ULP 4 - Montag bis Freitag


Lt 73073

Wuppertal-Vohwinkel
an 6:13 als Lt

S 31864

Wuppertal-Vohwinkel
ab 6:16        
Düsseldorf Hbf
ab 6:40
Langenfeld (Rhld)
an 7:03

S 31867

Langenfeld (Rhld)
ab 7:16
Düsseldorf Hbf
an 7:40
Wuppertal-Vohwinkel
an 8:03 als Lt

S 31876

Wuppertal-Vohwinkel
ab 8:16        
Düsseldorf Hbf
ab 8:38


S68   ULP 5 - Montag bis Freitag


Lt 73060

Wuppertal-Vohwinkel
an 6:33 als Lt

S 31866

Wuppertal-Vohwinkel
ab 6:36        
Düsseldorf Hbf
ab 7:00
Langenfeld (Rhld)
an 7:23

S 31869

Langenfeld (Rhld)
ab 7:36     
Düsseldorf Hbf
an 8:00


S68   ULP 6 - Montag bis Freitag


Lt 73062

Wuppertal-Vohwinkel
an 6:40 als Lt

S 31868

Wuppertal-Vohwinkel
ab 6:56         
Düsseldorf Hbf
ab 7:20
Langenfeld (Rhld)
an 7:43

S 31871

Langenfeld (Rhld)
ab 7:56     
Düsseldorf Hbf
an 8:20


S1   ULP - Montag bis Freitag


Lt 73053

Solingen Hbf
an 7:17 als Lt

S 31163

Solingen Hbf
ab 7:23            
Düsseldorf Hbf
ab 7:44




HVZ am Nachmittag

S68   ULP 1 - Montag bis Freitag


S 31878

Düsseldorf Hbf
an 15:20    
Langenfeld (Rhld)
an 15:43

S 31877

Langenfeld (Rhld)
ab 15:56        
Düsseldorf Hbf
ab 16:21
Wuppertal-Vohwinkel
an 16:44

S 31890

Wuppertal-Vohwinkel
ab 16:55 als Lt
Düsseldorf Hbf
ab 17:20
Langenfeld (Rhld)
an 17:43

S 31889

Langenfeld (Rhld)
ab 17:56     
Düsseldorf Hbf
an 18:20


S68   ULP 2 - Montag bis Freitag


S 31880

Düsseldorf Hbf
an 15:40    
Langenfeld (Rhld)
an 16:03

S 31879

Langenfeld (Rhld)
ab 16:16        
Düsseldorf Hbf
ab 16:41
Wuppertal-Vohwinkel
an 17:04

S 31892

Wuppertal-Vohwinkel
ab 17:16 als Lt
Düsseldorf Hbf
ab 17:40
Langenfeld (Rhld)
an 18:03

S 31891

Langenfeld (Rhld)
ab 18:16     
Düsseldorf Hbf
an 18:40


S68   ULP 3 - Montag bis Freitag


S 31882

Düsseldorf Hbf
an 16:00    
Langenfeld (Rhld)
an 16:23

S 31881

Langenfeld (Rhld)
ab 16:36        
Düsseldorf Hbf
ab 17:01
Wuppertal-Vohwinkel
an 17:24

S 31894

Wuppertal-Vohwinkel
ab 17:36 als Lt
Düsseldorf Hbf
ab 18:00
Langenfeld (Rhld)
an 18:23

S 31893

Langenfeld (Rhld)
ab 18:56     
Düsseldorf Hbf
an 19:20


S68   ULP 4 - Montag bis Freitag


S 31884

Düsseldorf Hbf
an 16:20     
Langenfeld (Rhld)
an 16:43

S 31883

Langenfeld (Rhld)
ab 16:56         
Düsseldorf Hbf
ab 17:21
Wuppertal-Vohwinkel
an 17:44

Lt 73059

Wuppertal-Vohwinkel
ab 17:55 weiter


S68   ULP 5 - Montag bis Freitag


S 31886

Düsseldorf Hbf
an 16:40    
Langenfeld (Rhld)
an 17:03

S 31885

Langenfeld (Rhld)
ab 17:16        
Düsseldorf Hbf
ab 17:41
Wuppertal-Vohwinkel
an 18:04

Lt 73061

Wuppertal-Vohwinkel
ab 18:20        


S68   ULP 6 - Montag bis Freitag


S 31888

Düsseldorf Hbf
an 17:00     
Langenfeld (Rhld)
an 17:23

S 31887

Langenfeld (Rhld)
ab 17:36        
Düsseldorf Hbf
an 18:00
Wuppertal-Langerfeld
an 18:20 als Lt


S1   ULP - Montag bis Freitag


S 31160

Düsseldorf Wehrhahn
ab 16:12
Düsseldorf Hbf
ab 16:16
Solingen Hbf
an 16:38         

Lt 31018

Solingen Hbf
ab 16:43
Düsseldorf Hbf
an 17:05




 Text: Dirk Mattner


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420 298 - Ab in den Tunnel
Bild: Ab in den Tunnel mit 420 298

Endlich wieder unterwegs!

Am 11.06.2016 findet eine neue Sonderfahrt mit dem ET 420 statt. Nach der durchweg positiven Resonanz auf eine kürzlich erfolgte Bewegungsfahrt durch den Frankfurter S-Bahn-Tunnel hatten die OEF sich entschlossen, diese auch für unsere Fahrgäste anzubieten.

Weitere Informationen und Onlinereservierung:
» OEF Gießen - Termine


Gute Fahrt und Viel Vergnügen!



X420 i Stockholm
Von Ende 2001 bis Ende 2005 war die Baureihe 420 auch in Schweden heimisch. Unter der Bezeichnung "X420" waren 15 Einheiten aus Münchner Beständen als "Pendeltåg" im Dienste des Stockholmer S-Bahnsystems im Einsatz.

Johan Hellström dokumentiert in seiner Webseite "Lokman.se" diese zwar kurze, doch sehr interessante Episode des ET420 im Stockholmer Nahverkehr. Es werden alle 15 in Stockholm eingesetzten Triebwagen der Deutschen Bahn AG eingehend dokumentiert.

» Lokman.se | X420 (DE)



40 Jahre S-Bahn München
Bild: 40 Jahre S-Bahn München
Zur offiziellen 40-Jahr-Feier der Münchner S-Bahn am 2. Juni war 420 001 rechtzeitig wieder zur Stelle und nahm bei der "Sternfahrt" aus den westlichen Linienästen als Festzug teil.

Bilder aus DSO - 4(2)0 Jahre S-Bahn München:
» 40 Jahrfeier, 2. Juni 2012

Bilder bei der IGS München:
» 40 Jahre S-Bahn München


Frankfurt - "Bye, bye S3"
Bild: 420er-Dämmerung auf der S3
In der Nacht vom Samstag, dem 27. zum Sonntag, dem 28. März 2010 erfolgte die Umstellung des Betriebs von der Baureihe 420 auf die Baureihe 423. Dazu hier Fotos vom letzten Einsatztag auf DSO.


ET420 Plus - Spezial
420 900-3 mit Wortmarke [klick]



ET420-Online Spezial
Die gloreichen Acht!
ET420-Online begleitete die letzten Einsatzwochen der 420er in München mit einer kleinen Bilderschau:
"Die gloreichen Acht" - die letzten 420 in Bayern!

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DSO