Aktuell +++
17.05.2010 +++ Meldung
Frankfurt
"Die Geschichte der Flughafenzüge bei der S-Bahn Rhein-Main ist eine Geschichte voller Missverständnisse...". Mit solch einem saloppen Spruch könnte man diese Meldung beginnen. Hoppla, schon geschehen!

Und da ist auch etwas dran: Zum Beispiel gibt es "Flughafenzüge" bei der S-Bahn Frankfurt länger als die S-Bahn Frankfurt selbst. Unter 420-Fans ist natürlich der Münchner 420 067 berühmt, der am 14. März 1972 den unterirdischen Flughafenbahnhof als Eröffnungszug erreichte. Das Jahr 1972 ist dabei kein Zufall. Der Frankfurter Flughafen musste rechtzeitig zu den Olympischen Spielen in München als modernes Verkehrsdrehkreuz fertiggestellt werden, denn der Flughafen München-Riem war dafür nicht geeignet. Der 420 dagegen wurde eben wegen dieses Sportereignisses in jenen Tagen "von der Stange" produziert, da er zum Gelingen der Veranstaltung nicht unerheblich beitragen sollte. Und so verschwand gleich nach der Eröffnung für acht Jahre der ET420 wieder aus dem Kellergeschoß des Frankfurter Flughafens. Zwischenzeitlich machten sich Silberling-Wendezüge als "Flughafenzüge" zwischen Frankfurt Hbf und dem Flughafen nützlich. Im Jahre 1980, die Frankfurter S-Bahn existierte schon zwei Jahre, kam mit der S14 und S15 dann doch die Baureihe 420 als "Flughafenzug" zu ehren.

Ganze zwölf Jahre später gelang dies auch wieder dem Münchner ET420, denn der eben schon erwähnte Flughafen in Riem hatte zu diesem Zeitpunkt endgültig ausgedient. In diesem Falle bekamen die Züge zum neuen Airport sogar die offizielle Bezeichnung "München Flughafen-Linie / Munich Airport Line". Neben einem Umbauprogramm für einige Fahrzeuge der 2. Bauserie wurden auch sechs Neubau-Einheiten bei der Fahrzeugindustrie geordert. Die sog. "Bauserie 7a" kam dann ab dem Jahre 1993 für die Münchner Flughafenlinie S8 in Fahrt. Dabei handelt es sich um den baugleichen Typ der 7. Bauserie mit Schwenktüren, wobei es durch den zeitlichen Abstand zum vorherigen Baulos und durch Sonderwünsche seitens der Bundesbahn im Verbund mit dem Flughafen München dennoch zu einigen Detailänderungen kam.

Die Bauserie 7a blieb aber nur bis zum Jahre 2001 ein "Flughafenzug", dann übernahm der ET423 neben der S8 (ab Dez. 2000) auch die Leistungen auf der S1 zum Airport.
Ab 2004 erreichte die Bauserie 7a wieder einen Flughafen – diesmal Stuttgart-Echterdingen. Der Begriff "Flughafenzug" wird jedoch in der Schwabenmetrople nicht offiziell vermarktet.
Jetzt kehrt der "Flughafenzug" wieder zurück auf die S8! Diesmal aber auf die Frankfurter S8 (und S9).

Seit Dienstag, dem 15. Juni sind erstmals "Frankfurter Schwenktürer" im Einsatz. Und es sind waschechte "Flughafenzüge". Aus München -via Stuttgart - für Frankfurt.
Man könnte auch sagen: Nach dem 14.03.1972 kehrt die Münchner S-Bahn wieder zum Frankfurter Flughafenbahnhof zurück!

420 429 und 420 430 hatten die Ehre in den Morgenstunden den S8-Kurzpendel für das zahlreiche Jet-Set-Publikum zu leisten. Dem Einen oder Anderen wird es dabei womöglich unbewusst aufgefallen sein, dass das Gepäck sich leichter verstauen lässt als sonst üblich.

Dem 420-Fan wird dagegen auffallen, dass die beiden Schwenktürer für diese neue Aufgabe eine HU benötigten:

420 429 FF 14.06.2010 IS 630
420 430 FF 14.06.2010 IS 630


Da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich nicht...


20.05.2010 +++ Meldungen
München
Einen Monat danach kann man es wohl mit Sicherheit aussprechen: Der Museumszug 420 001 ist endgültig zum Stillstand gekommen!

Am 18. April 2010 hieß es bei der Abschiedsfahrt Rund um München: "Auf in den Ruhestand!".
Die letzten Kilometer bis dorthin legte der kieselgraue 420-Erstling von Pasing kommend über die Stammstrecke und durch den Stammstreckentunnel zurück. Das war erstmalig seit dem 4. Dezember 2004 und wohl auch letztmalig mit 420 001 der Fall gewesen.
Der Ausgebuchte Sonderzug und die hohe Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit lassen hoffen, das München eines der größten Erben seiner Nahverkehrsgeschichte nicht in dauerhafte Vergessenheit wird fallen lassen.

Ein kleiner Fotobericht dazu in der DREHSCHEIBE:

Bild von 420 001: Auf in den Ruhestand!

Ein TV-Bericht des Bayerischen Fernsehens:

» Sendung vom 23. April 2010

Eine Anmerkung zu der im Bericht des BR erwähnten, drohenden Verschrottung: Auch wenn die Zukunft des 420 001 weiterhin ungewiss bleibt, so spricht derzeit nichts für eine Zerstörung des Fahrzeugs. Im Gegenteil, einen Tag nach der Abschiedsfahrt gab das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege eine Pressemitteilung heraus, in welcher der 420 001 zum "Beweglichen Denkmal" erklärt wurde.

» Pressemitteilung Landesamt

Das neue Denkmal ist dennoch seit Ablauf der Frist am 23. April eher ein unbewegliches. Fortsetzung folgt...


Frankfurt
Der Statistik eine Chance:

420 317 KKROX 30.01.2010

Nur noch wenige Arbeitstage und mit dem kleinen Fahrplanwechsel (12./13.06.2010) verschwindet ein Bahnhof aus dem bestehenden S-Bahn Netz.
Es handelt sich dabei sogar um einen Hauptbahnhof!
Mit der Inbetriebnahme der Rodgau-S-Bahn im Dezember 2003 wurde der abseits der Offenbacher Tunnelstrecke liegende Hauptbahnhof als Wendebahnhof der Dietzenbacher Verstärkerzüge genutzt. Die Kapazität des Frankfurter Innenstadtunnels ließ bislang die Verdichtung des HVZ Verkehrs durch die zusätzlichen Umläufe der S2 nicht zu.

Durch Anpassungen und Optimierungen der Signaltechnik der Stammstrecke wird erstmals eine Durchbindung der S2-Verstärker zwischen Niedernhausen und Dietzenbach möglich. Dies ist auch eine gute Nachricht für den 420er Bestand in Frankfurt, der seit dem Abzug der Baureihe von der S3 einen gewissen Fahrzeugüberhang zu verzeichnen hat. Mit der Taktverdichtung werden auch wieder mehr Fahrzeuge benötigt. Die schlechte Nachricht: Der Offenbacher Hbf wird auf seine werkstägliche "420er-Dosis" verzichten müssen.

Ganz nebenbei: Ein Schwenktürer kann beim besten Willen dort nicht mehr im Einsatz erwartet werden. Erstens ist immer noch keiner der Garnituren in RMV-Diensten zum laufen gekommen, zweitens wird als erstes Einsatzgebiet in der Börsenmetropole weiterhin die S7 und der Flughafen-Kurzpendel hoch gehandelt. "Durch´s Loch" sollen sie angeblich nicht – warum auch immer. Bislang scheinen sie sich einstweilen weiterhin in einem solchen zu verstecken!

Es folgt ein Grenzfall zwischen Frankfurt und Stuttgart:

Horb am Neckar
Die SVG Schienenverkehrsgesellschaft arbeitet seit Jahren an der Realisierung eines Projekts namens "Eisenbahn Erlebniswelt" das auf dem Gelände des ehemaligen Rangier- und Güterbahnhof von Horb heimisch werden soll. In diesem Zusammenhang wurde im Beisein der Presse am 6. Mai 420 300 von Frankfurt nach Horb überführt. Bei dem ursprünglich in Plochingen beheimateten Triebwagen handelt es sich um den Eröffnungszug der Stuttgarter S-Bahn vom 29. September 1978. Er wird in Zukunft als Dauerleihgabe der Deutschen Bahn die neue Erlebniswelt zieren. Ob er noch in Fahrt bleibt wird sich zeigen, die Frist würde es aber noch ein Weilchen zulassen.

Meldung in der Neckar Chronik
» vom 07.05.2010


Stuttgart
Seit dem 22. März fährt man bei der S4 zwischen Freiberg und Benningen zweigleisig! Das ist auf jeden Fall eine Meldung wert, denn für die schlappen zwei Kilometer hat DB Netz grob gerechnet acht Jahre benötigt!

Harald Schulz gab Anfang April ein paar Impressionen dieses baulichen Meisterwerks zum Besten:

» Sichtungsmeldung vom 5.4.

Und weiter geht´s mit Zahlen:

420 431 NNX 03.02.2010
420 434 NNX 05.05.2010
420 435 NNX 31.03.2010
420 450 NNX 31.03.2010
420 452 NNX 13.12.2009


Weitere Infos zur kommenden S60 und der damit verbundenen neuen Aufgabe für den ET420 folgen demnächst an dieser Stelle. Einen kleinen Appetithappen gibt´s aber schon mal hier:
» VRS Info zur S60

Vielen Dank allen Meldern für die wertvollen Informationen!



01.04.2010 +++ Meldungen
Frankfurt
Jetzt ist es passiert: Wie schon angekündigt, hat nun der Traktionswechsel auf der S3 stattgefunden. In der Nacht vom Samstag, dem 27. zum Sonntag, dem 28. März erfolgte die Umstellung des Betriebs von der Baureihe 420 auf die Baureihe 423.

Helmut Hofmann hat dieses Ereignis in eigenen Worten anschaulich zusammengefasst:

In der Nacht zum Sonntag hieß es, Abschied von den ET 420 auf der Strecke Darmstadt - Frankfurt - Bad Soden / Kronberg zu nehmen. Seit diesem Tag werden die S3 und S4 ausschließlich von Triebfahrzeugen der Baureihe 423 geleistet.

Hier sind die drei letzten Wageneinsätze auf der Strecke.
420 314 befuhr als letzter ET 420 die Strecke der S4 nach Kronberg:
0:19 h ab Langen, 1:06 h an Kronberg (danach leer zur Abstellung)

420 298 beförderte letztmalig mit ET 420 Fahrgäste als S3 von Darmstadt Hbf nach Frankfurt (M) Hbf tief:
0:35 h ab Darmstadt Hbf, 1:13 h an Frankfurt (M) Hbf tief

420 325 war der ET 420 auf der S3, der sowohl Bad Soden, als auch Darmstadt Hbf als letzter ET 420 anfuhr:
23:35 h ab Darmstadt Hbf, 00:39 h an Bad Soden
00:50 h ab Bad Soden, 01:55 h an Darmstadt Hbf (damit hat der 420 325 kurz vor der Zeitumstellung sein Ziel erreicht).

Ich durfte 420 314 (Frankfurt-Louisa - Frankfurt Hbf tief) und 420 325 (Frankfurt Hbf tief - Frankfurt-Louisa) auf ihren letzten Fahrten auf dieser Strecke nochmals genießen. Die Bahnen hatten keinen Trauerflor, obwohl ich diesen dem Abschied gerne gewidmet hätte - schließlich war ich auch 1997 zur Eröffnung der S-Bahn-Strecke nach Darmstadt schon live vor Ort - natürlich mit ET 420.

Somit sind die Strecken der S3 und S4, und auch die Abstellanlagen in Darmstadt bzw. Frankfurt Süd (zuletzt nur noch selten für ET 420 genutzt), für die ET 420 Vergangenheit. Auch die schönen Fotomotive im Vordertaunus, in Frankfurt West (mit der Skyline und dem Messeturm im Hintergrund) sind Geschichte.

Soweit die Schilderungen von Helmut. Zu den besagten Motiven sollen hier einige Fotos vom letzten Einsatztag als passende Untermalung dienen. Die Wetterlage zeigte sich dem Anlass entsprechend in vielen Grautönen. In diesem Falle gab das Wetter die passende Kulisse für die vorherrschende Grundstimmung.

420er-Dämmerung auf der S3
25.03.2010 +++ Meldungen
Weihnachten, Neujahr, Karneval, Winter alles schon abgehakt – ohne irgendeine Meldung. Und was macht "ET420-Online"? Winterschlaf?

Vielleicht! Aber der Winter ist ja nun vorbei. Oder?
Es wird also Zeit mal wieder ein paar zusammengetragene Fakten zum Besten zu geben. Die Meldungen sind auch schon ein kleiner Rückblick. Aber auch der Blick nach vorne darf nicht fehlen, denn das Jahr 2010 dürfte für die Baureihe 420 wieder ein spannendes werden.

Stuttgart
Ging schon die Eröffnung der S1-Verlängerung am 12. Dezember 2009 ohne jeglicher Beteiligung der Baureihe 420 vonstatten – übrigens geschah so etwas erstmals in der Geschichte der Stuttgarter S-Bahn – hat sich im Betriebsalltag auch in dieser Hinsicht nichts getan. Das neue Teilstück der längsten S-Bahnlinie Stuttgarts wird im Regelbetrieb alleine von der Baureihe 423 beehrt. Die Baureihe 420 kann man allerdings weiterhin in den Diensten als "S1 Kurzpendel" zwischen Esslingen und Stuttgart-Schwabstraße erleben.

Was die klare Aufgabenverteilung zwischen ET420 und ET423 im Stuttgarter S-Bahnnetz betrifft, so kündigt sich für den kommenden Sommer da interessantes, temporäres Wechselspiel an.

Für den 14. Juni ist die Eröffnung des ersten Teilstücks der neuen "S60" zwischen Böblingen und Maichingen terminiert. Die Stummelstrecke, die ein Teil der Verbindungsstrecke zwischen Böblingen und Rennigen darstellt, soll im Vorlaufbetrieb mit den beiden ET420Plus-Garnituren bedient werden. So wird zumindest im Neckarraum schon gemunkelt. Das Betriebsprogramm verspricht einen entspannten Arbeitstag für die Garnituren: Ein reiner Halbstundentakt, der um 5 Uhr beginnt und bereits kurz vor 21 Uhr zur letzten Fahrt bittet!

Fast unbemerkt, naja nur fast unbemerkt wenn man die Milliarden Euros übersieht, wurde am 2. Februar der erste Spatenstich zum Großbauprojekt "Stuttgart 21" gesetzt. Die Fernbahn soll es der S-Bahn gleich tun und sich in den Keller begeben. Dabei wird es bereits im Sommer zu gewissen Wegekonflikten kommen, die sich damit bemerkbar machen werden, dass die S-Bahn Tunnelrampe zeitweise gesperrt werden muss. "Zeitweise" bedeutet zumeist, dass die Sperrung in den Nachtstunden erfolgen wird, womit nur einige Umläufe betroffen sein werden. Heftiger wird es da schon am 9. Juli ab 21 Uhr Abends, bis zum 12. Juli 4:30 Uhr Morgens, denn dann bleibt das Mauseloch permanent geschlossen. Die S-Bahnen von der Schwabstraße kommend, werden in Stuttgart (tief) enden und wenden, das gleiche geschieht mit allen von der Gegenseite kommenden Züge, sie werden im Hauptbahnhof (hoch) Kopf machen. Dabei werden, ganz nach uralter Tradition der damaligen elektrischen Vorortzüge die Umläufe so verknüpft, das die Züge zwischen den Ost- und Weststrecken wechseln werden. Wie sich das im Einzelnen vollzieht wird sich noch zeigen, jedoch könnte mit 420 auf S1 und S3 gerechnet werden, wie auch S4, S5 und S6 von 423ern beehrt werden könnten.

Zu einzelnen Fahrzeugen:

420 400 ist seit Mitte Januar wieder unter den Lebenden. Im Gegenzug macht sich allerdings seitdem die zweite "PLUS"-Garnitur 420 416 auf der Strecke rar.

Der letzte Ex-Flughafen-München 420er in Stuttgarter Diensten wird weiterhin gebraucht:

420 426 KKROX 09.12.09 mit IS600



Frankfurt
Nun ist die S3 doch fällig! Mit den letzten Märztagen verabschiedet sich die Baureihe 420 von der S3 (und den dazughörigen S4-Umläufe am Sonntagvormittag). Damit verabschiedet sich der ET420 aber nicht nur von Darmstadt, Langen oder Bad Soden, sondern auch von Frankfurt-Rödelheim, Frankfurt-West, Messe und Südbahnhof!

Hintergrund der Umstellung ist die Anlieferung der seit 2007 säumigen 423er-Bestellung. Diese Fahrzeuge blieben die Jahre über, fast unbemerkt von der Öffentlichkeit und von dem Eisenbahnbundesamt an die Kette gelegt, als Standmodelle auf dem Hof von Bombardier in Hennigsdorf geparkt. Ein ziemlich einmaliger Vorgang in der 175jährigen deutschen Eisenbahngeschichte. Das ist genau so singulär wie das Wartungsdesaster der Berliner S-Bahn, das seit vergangenem Sommer der Hauptstadt einen bunten Ersatz- und Ergänzungsverkehr beschert. So landeten die ersten im Januar von der Kette gelassenen 423er auch nicht sofort am Bestimmungsort Frankfurt, sondern begannen ihren verzögerten Karrierestart über den Stadtbahnbögen Berlins als S-Bahnersatzzüge. Es gibt ET420-Fans die meinen, dass den 423 der Titel "S-Bahnersatzfahrzeug" auch auf der S3 in Frankfurt erhalten bleiben sollte!

Zu einzelnen Fahrzeugen:

420 282 KKROX 12.01.10

420 290 KKROX 29.09.09

beide ohne Neulack und ohne Lackversiegelung.


Vielen Dank allen Meldern der vergangenen Monate. Ihnen wie auch den Lesern sei für ihre Geduld gedankt!



24.11.2009 +++ Jubiläum
9 Jahre ET420-Online

Am 24.11.2000, also vor neun Jahren, ging ET420-Online ins Netz.
Zum Festtag werden heute ein paar neue Bilder in die Fahrzeugliste eingebracht. Ziel ist es seit dem 24. November 2000 möglichst alle 480 Einheiten bildlich zu dokumentieren. Und immer noch fehlen ein paar Fahrzeuge – aber das macht nichts. Der Spaß an dieser Seite steht für den Webmaster im Vordergrund. Wir sind ja nicht bei Olympia, auch wenn es bei der Thematik um einen Olympiatriebzug geht. :-)

Neue Bilder!

Albert Koch steuert vier neue Bilder bei:
420 740, 420 349, 420 927 und 420 445.

Von Arne Haas kommt ein Bild von 420 318.

Und dann ist da noch ein ganz aktuelles Bild zu 420 480, aufgenommen am vergangenen Samstagabend.

Den Bildautoren an dieser Stelle ein herzlichen Dank. Das gilt auch für alle Bildautoren der vergangenen neun Jahre!


18.11.2009 +++ Meldungen
Stuttgart

Weiterhin werden die ET420Plus Garnituren nunmehr im Betriebsprogramm frei disponiert. In letzter Zeit wurde aber nur noch 420 416 im Netz gesichtet, während 420 400 in Plochingen scheinbar seinen Standplatz nicht mehr verlassen möchte.

Eine aktuelles Bild des "Mischbetriebs" konnte gerade heute im DSO-Sichtungsforum gesichtet werden:

» Sichtungsmeldung 18.11.


Das Aw Krefeld war so "jeck" und hat sogar noch am Tag des Karnevalstarts eine HU abgeschlossen:

420 433 KKROX 11.11.09 ohne Neulack.

Vielen Dank allen Meldern aus dem Schwabenländle!



Frankfurt

Neben zahlreichen Revisionen in den vergangenen Monaten gibt es in Frankfurt dannzuweilen auch schon mal z-Stellungen. Einen den es sichtlich erwischt hat ist 420 245, der als Ersatzteilspender zunehmend an Gewicht verlieht. Derzeit korrodiert die Einheit am Frankfurter Außenbahnhof munter vor sich hin:
420 745-2 steht auf Z, © Ludwig Spindler

Keine Bewegung ist ebenfalls bei den neuesten Zugängen, den ehem. Plochinger Schwenktürer zu vermelden. Der Sommer ist fühlbar vorbei und auch der Herbst, der ja als Zeitpunkt zur Betriebsaufnahme im Gespräch war, geht ungeachtet an den glattwandigen 420er vorbei. Ausgang, bzw. Abfahrt ungewiss!

Dafür bleiben andere Fahrzeuge in Bewegung:

420 287 NNX 06.11.2009

Dieser Triebzug verdient besondere Beachtung: Im Dezember 1978 wurde 420 287 offiziell im Rahmen einer kleinen Feier an die Deutsche Bundesbahn übergeben.

Der Anlass zu diesem Festakt war der Umstand, dass mit ihm der 300. Vertreter der Baureihe 420/421 in Dienst gestellt wurde. Die Konstruktion des wagenbaulichen Teils und die Endmontage von 420 287 oblag der MBB Donauwörth, jener Waggonbau-Schmiede, die sich für die Entwicklung des Mitteltriebwagens 421 verantwortlich zeichnete!

Später erhielt er das Wappen und den Taufnamen "Dortelweil". Angefangen vom "Pop-Look" der siebziger Jahre bis hin zum heute allgegenwärtigen Verkehrsrot mauserte sich 420 287 zu einer starken Stütze im Frankfurter 420-Bestand.

Vielen Dank allen Meldern aus Frankfurt & Co.



Willkommen bei ET420 - Online
Informationen und Daten zur Baureihe 420/421
Zugzielanzeiger: Durchdrehen am laufenden Band
Jetzt da in Stuttgart alle Rollbänder durch LED-Zugzielanzeiger ausgetauscht wurden, gibt es nur noch an dieser Stelle die Gelegenheit am Rad, pardon, am Band zu drehen. Die Bedienung ist einfacher als in Wirklichkeit: Einfach den gewünschten Zielort im Netzplan anklicken, das Drehen geht dann ganz von alleine. In Wirklichkeit muss beim Rollband der Triebfahrzeugführer ab diesem Moment selbst zur Kurbel greifen. Ein automatisches Rollband, wie man es z.B. von Straßenbahnen und Omnibussen seinerzeit noch kannte, kam bei der Baureihe 420 nie zur Anwendung.
Foto: Manuel Gründler
Der 420er ganz von der Rolle
Noch bevor die Baureihe 420 in Stuttgart Geschichte ist, sind es bereits jetzt schon die bisherigen Zugzielanzeiger an den noch im Einsatz befindlichen Fahrzeugen. Das Rollband als Zugzielanzeiger hat bei der Stuttgarter S-Bahn seit Anfang diesen Jahres endgültig ausdient. Im März 2007 wurde mit 420 438 der erste 420er versuchsweise mit dieser elektronischen Zugzielanzeige ausgestattet, wenn man von den beiden "ET420Plus" Fahrzeugen absieht, die mit ihrem Umbau im Jahre 2005 bereits ihre Rollbandanzeigen einbüßten. Im Gegensatz zu den bei den "Plus"-Fahrzeugen verwendetem LCD-Anzeigen, die denen der bei der Baureihe 423 sehr ähnlich sind, hatte sich die bei 420 438 verwendete LED-Anzeige recht schnell im gesamten Bestand der Plochinger 420er-Flotte durchgesetzt. Noch im Jahre 2007 begann die Umrüstung einiger weiterer Einheiten (vornehmlich die mit den Ordnungsnummer zwischen 431 und 440).

Schluss mit dem Bandsalat bei S- und Stadtbahn!

Nach den gewonnen Erfahrungen mit der LED-Anzeige am 420 438, erwies sich diese Bauart als durchaus geeignet in allen 420er-Einheiten des Plochinger Bestands eingebaut zu werden. Als diese hellen, in gelber Farbe gehaltenen Leuchtdioden im Zielkasten der ersten 420er erschienen, erinnerten sie viele Freunde des Stuttgarter Nahverkehrs sofort an die ähnlichen Anzeigen, die in den Stadtbahnzügen der SSB seit einiger Zeit zur Anwendung kommen. Dort trat die elektronische Anzeige schon etwas früher den Siegeszug an, als die neueste Serie DT8.11 damit ab Werk ausgeliefert wurde. Alsbald begann man dort auch in Fahrzeuge der früheren Serien die Rollbandanzeigen durch die LED-Anlagen auszutauschen. Die Rollbandanzeigen der DT-Züge haben gegenüber denen der 420er den Vorteil für den Bediener, das diese elektrisch abgerollt werden. Der Triebfahrzeugführer des ET420 dagegen ist seit jeher dazu verdonnert, zu seinem Ziel per Kurbel höchstselbst "durchzudrehen".

Erstaunlich, dass bei der Entwicklung des Triebzugs der Baureihe 420 auf den technischen Zusatz der automatischen Bandanzeige verzichtet wurde. Waren doch ansonsten die Planer und Konstrukteure angehalten, ein in jeder Beziehung modernes Fahrzeug mit bislang nicht gekannten Vorzügen zu entwickeln. Dem Triebfahrzeugführer sollte ein rundum moderner Arbeitsplatz angeboten werden, der ihn in fast allen Arbeitsschritten erhebliche Erleichterungen bringen sollte. Vielleicht wollte man am Ende die bis dahin teuerste Entwicklungsarbeit der Deutschen Bundesbahn mit einem solchen "Gimmick" nicht noch weiter aufblasen und beschied sich plötzlich für eine einfachere Lösung.

Stuttgarts Schlusslichter gehen leer aus

Dagegen spricht im Grunde auch nichts, außer vielleicht die Betriebsbedingungen bei der Stuttgarter S-Bahn, die man aber wohl in diesem Umfang bei der Entwicklung der Prototypen noch nicht in allen Details berücksichtigte. Als die S-Bahn Stuttgart im Jahre 1978 mit den neu erworbenen Triebzügen der Baureihe 420 in Betrieb ging, zeigte sich ab dem ersten Betriebstag ein Manko bei der Zugzielanzeige: Durch die Wendeschleife an der Schwabstraße ist aus Zeitgründen an ein Umstellen der Zugzielanzeige am Zugende nicht zu denken. Die Folge ist bis heute sichtbar – ein leeres Zielfeld am Zugschluss bei allen 420er im Stuttgarter S-Bahn Netz. Kam der Zug an einem der Endbahnhöfe im Außennetz an, so kurbelte der Tf zum nächst gelegenen Leerfeld, bevor er den Führerstand verließ um zur Rückfahrt ans andere Zugende zu wechseln. In dem dortigen Führerstand wurde dann das neue Ziel eingekurbelt, bis zum Jahre 1985 war für Gewöhnlich bei allen Linien das die Schwabstraße, wenn es zurück in die Stadt ging. In der dortigen Schleife entfällt naturgemäß der Führerstandswechsel. Der Tf verbleibt im vorderen Führerstand und kurbelte dementsprechend nur dort das neue Ziel ein. Mit dem Leerfeld am Zugschluß blieb zwar für die Fahrgäste die Information aus, wohin die Reise geht, jedoch ist "keine Information" allemal besser als eine Falschinformation. Die Wartezeiten in der Schleife würden theoretisch den Gang ans Zugende zur Einstellung des Zugzielanzeigers erlauben. Doch erstens hat die Wartezeit in der Schleife auch die Funktion, mögliche Verspätungen vom vorherigen Umlauf abzufedern, zweitens soll dem Tf eine kurze Pause eingeräumt werden und drittens kann in der HVZ diese Wartezeit doch wieder sehr kurz ausfallen.

Zur Stuttgarter "Leerfeld-Praxis" gab es keine Alternative. Das hatten sich die Väter des 420 sicherlich ursprünglich so nicht geplant. In allen anderen Einsatzgebieten war und ist es normal am Endbahnhof vor dem Führerstandswechsel das neue Ziel "einzudrehen". Das Stuttgarter Informationsdefizit hätte nur mit einer teureren, aufwändigen und dabei wartungsintensiven Zugbandsteuerung gelöst werden können. Es ist nachvollziehbar das man diesen Schritt gescheut hatte. Warum aber mit den neuen LED-Anzeigen weiterhin die frühere Praxis weitergeführt wird, also auch nach dem Umbau das Anzeigenfeld am Zugschluss "schwarz" bleibt, ist nur schwer erklärlich. Ein Grund dafür ist das man die Information vom vorderen Führerstand zur rückwärtigen Anlage senden muss, damit sie dort angezeigt werden kann. Dieser Informationskanal, ob nun über eine Steuerleitung (auch via Schaku) oder drahtlos, ist nur mit einem gewissen Arbeits- und Materialaufwand zu realisieren. Das Budget für die Umstellung aller Plochinger 420 auf die LED-Anzeige gab wohl diesen Umfang nicht her, als das man dies noch verwirklichen wollte. Mittlerweile kann man dazu noch unterstellen, dass das Interesse an einer solchen Erweiterung mit dem beschlossenen Ende der 420-Epoche in Stuttgart bei der Bahn gegen Null tendieren dürfte.

Moderne Info dank Servicedefizite

Das soeben erwähnte Budget für die Neuausrüstung aller im Stuttgarter Einsatz befindlichen 420er, speiste sich durch Ausgleichszahlungen der Bahn an den Zweckverband Regio Stuttgart für entgangene Leistungen, bzw. in der Qualität verminderte Leistungen, sprich Zugausfälle und insbesondere Verspätungen. Der Verkehrsvertrag sah und sieht Zahlungskürzungen seitens des Bestellers vor, wenn die S-Bahn durch Ausfälle und Verspätungen ein Teil der vereinbarten Leistungen nicht erfüllt. In den vergangenen Jahren kompensierte die Bahn ein Teil dieser "Strafzahlungen" durch den eigenfinanzierten Einbau der LED-Anzeigen bei fast allen 420er. Dieser Handel bringt letztendlich einen Mehrwert für alle. Die Fahrgäste sollen durch die neuen Anzeigen besser informiert werden, wobei sich der Informationsgewinn wohl weitgehend auf die Leserlichkeit beschränkt. Der Verband Regio Stuttgart erhält diese Verbesserung quasi Frei Haus, denn die Gesamtkosten des S-Bahnbetriebs erhöhten sich trotz dieser Anschaffung für ihn nicht. Die Bahn wiederum konnte ihren Fahrzeugen eine kleine Modernisierung verpassen und dabei zumindest zeitweise Zahlungskürzungen seitens des Bestellers umgehen.

Solche Kürzungen wie sie in diesem Falle gegeben hat (und auch weiterhin gibt), kommen bei so gut wie allen S-Bahnsystemen in Deutschland vor. Betrachtet man z.B. die aktuellen Situationen der S-Bahnen in Berlin oder im Ruhrgebiet, so würden die dortigen Betreiber deren Kürzungen wohl kaum mit ein paar LED-Anzeigen kompensieren können. Die Stuttgarter S-Bahn steht mit ihrer Pünktlichkeitsstatistik von zuletzt 98,5% an führerender Stelle in Deutschland – im positiven Sinne!

Bitte noch einmal durchdrehen!

Die Epoche eines "rückwärtig beleuchtbaren Kunststoffbandes mit fest definierten Zugzielen" hat bei der Stuttgarter S-Bahn ein Ende gefunden. Nun gut, es ist nur ein Detail und es mag so manchen Fahrgast geben, der diese Umstellung auf LED-Anzeigen allenfalls unterbewusst wahrgenommen hat. Trotzdem oder gerade weil es sich nur um ein Detail handelt, kann man sich damit auf dieser Seite doch damit mal eingehend beschäftigen, oder nicht? Na bitte!

Werfen wir also einen Blick hinter die Kulissen. Die Bühne befindet sich hinter einem etwa 1,4 Meter breiten und ca. 40 Zentimeter hohen Fenster, dass zwischen den Frontfenstern des Führerstands und dem oberen Spitzenlicht positioniert wurde. In dem Hohlraum, schräg oberhalb des Führerinnenraums ist der Zielkasten untergebracht.
Das von innen beleuchtete Richtungsschild (Zielkasten) im groben Querschnitt. © Sammlung, Illustration: Dirk Mattner [hier klicken zur Vergrößerung]
Das von innen beleuchtete Richtungsschild (Zielkasten) im groben Querschnitt.
Sammlung, Illustration: Dirk Mattner
Die große, verschließbare Klappe zum Führerstand hat zwei Aussparungen. Eine davon dient als Guckloch, durch die der Tf die Möglichkeit erhält auf eine Stelle der Innenseite des Rollbands zu blicken. Dort wurden in festen Abständen Ziffern aufgedruckt. Jede Ziffer steht für ein einstellbares Ziel, welches über eine Liste entsprechend zugeordnet werden kann. Durch die zweite Aussparung führt der Schaft der Handkurbel, die über ein Gelenk mit dem Zielkasten verbunden ist. Die Kurbelbewegung spricht Zahnräder im Inneren an, die wiederum die beiden Rollen antreiben. Das ist das ganze Geheimnis.

So, sagen wir mal es wäre nun an der Zeit uns mit einem 420er als S6 auf den Weg nach Weil der Stadt zu machen – was ist mit dem Zugzielanzeiger zu tun? Wir betrachten die vorliegende Liste und finden zum Ziel "S6 Weil der Stadt" die entsprechende Ziffer "43".

Wer sich unser Beispiel oben auf dieser Seite anschaut, der kann mit der Maus auf dem vorgegeben Liniennetz über das Feld am Ende der S6 fahren (Kasten "TW"). Es wird dann die Zielnummer "43" angezeigt. Diese Hilfestellung hatte der Tf auf dem Führerstand natürlich nicht – ganz zu schweigen von der automatischen Zieleinstellung!

Wenn wir uns also wieder in den Führerstand denken, so müssen wir nun zur Kurbel greifen und durch das Guckloch schauen. Nehmen wir an, unser Zug wäre als S4 aus Marbach gekommen und stünde nun in der unterirdischen Wendeschleife unter dem Hasenberg. Wir schauen durch das Guckloch, und was lesen wir? Richtig! Die Nummer "36"! Unser "eingedrehtes" Ziel ist also laut Liste derzeit noch "S4 Schwabstraße". Aber dieses haben wir ja bereits erreicht und während der 360° Kehre wechselt mit neuer Zugnummer unser Ziel nun auf "S6 Weil der Stadt". Was tun? Na klar: Kurbeln!

Wer die Drehrichtung noch nicht kennt, wird sie spätestens mit der nächsten Ziffer im Guckloch wissen. Das Band beginnt "durchzudrehen": 36, 37, 38, 39, usw. Ergo: "S4 Schwabstraße", Leerfeld, "S5 Bietigheim", "S5 Stuttgart Hbf" usw. Wer zu diesem Zeitpunkt von außen ein Blick auf den Zugzielanzeiger wirft, wird diese Ziele nacheinander durchlaufen sehen. An den Außenbahnhöfen konnte seinerzeit jeder Zeuge dieser "Handarbeit" des Tf werden. Wer sich die Liste der möglichen Zugziele betrachtet wird feststellen, dass diese Ziele in Liniengruppen zusammengefasst wurden:

#01 - (leer)
#02 - S1 Plochingen
#03 - S1 Esslingen
#04 - S1 Stuttgart Hbf
#05 - S1 Schwabstraße
#06 - S1 Herrenberg
#07 - S1 Rohr
#08 - S1 Vaihingen
#09 - S1 Böblingen
#10 - S1 Wendlingen
#11 - S1 Kirchheim (Teck)
#12 - (leer)
#13 - S2 Schorndorf
#14 - S2 Schwabstraße
#15 - S2 Stuttgart Hbf
#16 - S2 Waiblingen
#17 - S2 Böblingen
#18 - S2 Rohr
#19 - S2 Filderstadt (via )
#20 - S2 Flughafen
#21 - S2 Vaihingen
#22 - (leer)
#23 - S3 Backnang
#24 - S3 Schwabstraße
#25 - S3 Stuttgart Hbf
#26 - S3 Waiblingen
#27 - S3 Flughafen
#28 - S3 Rohr
#29 - S3 Vaihingen
#30 - S3 Filderstadt (via )
#31 - (leer)
#32 - S4 Marbach
#33 - S4 Benningen
#34 - S4 Ludwigsburg
#35 - S4 Stuttgart Hbf
#36 - S4 Schwabstraße
#37 - (leer)
#38 - S5 Bietigheim
#39 - S5 Stuttgart Hbf
#40 - S5 Ludwigsburg
#41 - S5 Schwabstraße
#42 - (leer)
#43 - S6 Weil der Stadt
#44 - S6 Leonberg
#45 - S6 Renningen
#46 - S6 Stuttgart Hbf
#47 - S6 Schwabstraße
#48 - (leer)
#49 - Bad Cannstatt
#50 - Gottlieb-Daimler-Stadion
#51 - Sonderzug

(Die Liste gibt den letzten Zustand vor der Abschaffung der Stuttgarter Rollbänder wieder)

Der Dreh mit dem Band

Ein schlüssiges System innerhalb der Liniengruppen ist nur schwer erkennbar. Das erste Feld war aber immer der erste Endbahnhof einer Linie. Das gilt auch für die S1, die mit "Plochingen" beginnt, denn die Verlängerung nach Kirchheim kommt für die Rollbänder jetzt schon zu spät. Nichtsdestotrotz wurden diese Ziele bereits vorgehalten: Feld 10 "S1 Wendlingen" und Feld 11 "S1 Kirchheim (Teck)".
Zurück in die Zukunft! Am 7. Juli 2001 zeigte 420 485-5 bei der Wende in Böblingen ein Ziel das so mit der Rollbandanzeige nie erreicht wird: Kirchheim (Teck) [Zielfeldnummer: 11]. Foto: Manuel Gründler [hier klicken zur Vergrößerung]
Zurück in die Zukunft! Am 7. Juli 2001 zeigte 420 485-5 bei der Wende in Böblingen ein Ziel das so mit der Rollbandanzeige nie erreicht wird: "S1 Kirchheim (Teck)" [Zielfeldnummer: 11].

Foto: Manuel Gründler
Die drei Linien S4, S5 und S6, die im Innenbereich an der Schwabstraße enden, haben ihre jeweiligen Endbahnhöfe am Anfang und am Ende des Liniensatzes. Anders die drei anderen "Durchmesserlinien": Auffallend zum Beispiel bei der S2, das als letztmögliches Ziel unter der Ziffer "21" statt Filderstadt dort "S2 Vaihingen" anzubieten hat.

Ein Vorteil für den Tf, denn er "spart" bei jeder Zieleinstellung ganze zwei Felder! Ob das in die Überlegungen bei der Festlegung der Reihenfolge eine Rolle gespielt hatte?
420 420 ist am 20. September 2003 als S3 nach Vaihingen [Zielfeldnummer: 29] bei Winnenden unterwegs. Foto: Manuel Gründler [hier klicken zur Vergrößerung]
420 420-2 ist am 20. September 2003 als S3 nach Vaihingen [Zielfeldnummer: 29] bei Winnenden unterwegs. Der Tf hatte in Backnang also um zwei Felder mehr durchdrehen müssen, als wenn die Reise bis zum Flughafen gegangen wäre.

Foto: Manuel Gründler
Jedenfalls sparte der Tf auf der S3 sogar drei Felder, wenn er zwischen Backnang und Flughafen unterwegs war. In früheren Jahren wurde allerdings der Flughafen nur zu den Hauptverkehrszeiten von der S3 mit bedient. Das bedeutete dann für den Tf in den übrigen Zeiten wiederum "Mehrarbeit": Die S3 endete dann schon in Vaihingen, das mit dem Feld "29" hinter dem Flughafen mit "27" lag, obwohl es sich im wirklichen Linienverlauf genau andersherum verhält.

Das den drei Durchmesserlinien auch je ein Feld mit dem Zielbahnhof "Rohr" zugedacht wurde, kann nur mit der Geschichte der Stuttgarter S-Bahn erklärt werden. Nach der Fertigstellung der Verbindung zwischen Schwabstraße und Vaihingen im Jahre 1985, wurden bekanntlich die Linien S1 bis S3 zu den oben bezeichneten "Durchmesserlinien". Ihre Reise endete aber damals noch nicht an den heutigen Endbahnhöfen. Die S1 kam im ersten Schritt bis Böblingen (Ziffer "09"), die S2 und S3 nur bis Rohr (Ziffern "18" und "28").

Wenn jetzt jemand fragt, wo denn der zwischenzeitliche Endpunkt der S2/S3 in Oberaichen (zwischen 1989 und 1993) auf dem Zielband geblieben ist, dem kann nur mit Mutmaßungen geantwortet werden. Es ist jedenfalls ziemlich klar, dass die Rollbänder stets eine bedingte Lebenszeit hatten. Das unermüdliche Drehen am großen Rad (vor und zurück) lies die relativ dünnen Plastikfolien irgendwann mürbe werden. Daraus kann man folgern, warum so manche Ziele über die Zeit aus den Zielfeldern der 420er verschwanden. Zwischendurch mussten die Zielbänder auch vor ihrer Zeit ausgetauscht, bzw. aktualisiert werden. So änderte man recht bald nach der Inbetriebnahme der S2-Verlängerung nach Bernhausen, diesen Ortsnamen in "Filderstadt".
420 479-9 präsentiert am Abend des 9. Juni 2007 bei der Wende in Bietigheim das nie verwendete Feld 17, welches "S2 Böblingen" ausweist. Foto: Dirk Mattner [hier klicken zur Vergrößerung]
420 982 erreicht ausserplanmäßig das Obergeschoß des Stuttgarter Hbf. Leider zeigt er nicht das Feld 39 "S5 Stuttgart Hbf", doch dafür kann man am hellblauen Feld am linken unteren Rand erkennen, dass das Feld Nummer 37 eingedreht wurde: Das Leerfeld zwichen dem Lininensatz der S4 und der S5. Foto: Dirk Mattner [hier klicken zur Vergrößerung]
Bild oben: 420 479-9 präsentiert am Abend des 9. Juni 2007 bei der Wende in Bietigheim für einen kurzen Augenblick das nie verwendete Feld 17, welches "S2 Böblingen" ausweist.

Bild unten: Wenn mal wieder "das Loch" dicht ist - 420 982-1 erreicht am 18. August 2007 außerplanmäßig das Obergeschoß des Stuttgarter Hbf. Leider zeigt er nicht das Feld 39 "S5 Stuttgart Hbf", doch dafür kann man am hellblauen Feld am linken unteren Rand erkennen, dass das Feld Nummer 37 eingedreht wurde: Es ist das Leerfeld zwischen dem Liniensatz der S4 und der S5.

Fotos: Dirk Mattner
Als in der letzten Einsatzphase der Rollbänder die Zielbezeichung des Stuttgarter Flughafens um die Benennung der neuen Messe erweitert werden sollte, verzichtete man aus nachvollziehbaren Gründen auf eine aufwändige Umzeichnung. Selbst die schon mit LED-Anzeigen ausgestatteten Fahrzeuge und auch die 423er wurden dafür mit einem Zusatzschild "Messe" beglückt, das zusätzlich zu dem Ziel "Flughafen" ins Fenster gestellt werden musste.

Wie man der oben stehenden Liste entnehmen kann, waren die Rollbänder neben den nach Linien gruppierten Zielen noch mit "Sonderzielen" ausgestattet. Diese erschöpfen sich mit den Feldern "49" bis "51", die zwei "neutrale" Endbahnhöfe und die Auszeichung als Sonderzug enthalten. Bis zuletzt fehlte bei der Stuttgarter S-Bahn das in Frankfurt und auch in Rhein und Ruhr vorhandene "Bitte nicht einsteigen" in roter Schriftfarbe. Bei der Münchner S-Bahn weicht man von der Stuttgarter Terminologie des "Sonderzugs" leicht ab und bietet dem Tf und Fahrgast dafür eine "Sonderfahrt" an. Über weitere örtliche Besonderheiten bei den Zielbezeichungen in den jeweiligen Einsatzgebieten könnte man an anderer Stelle bei Gelegenheit weiter ins Detail gehen.
420 379-0 im Oktober 1991 in Waiblingen mit dem Ziel 'S2 Waiblingen' [Zielfeldnummer: 16]. © Sammlung, SEP [hier klicken zur Vergrößerung]
Auch selten gesehen: S2 Waiblingen [Zielfeldnummer: 16] konnte im Oktober 1991 an 420 379-0 in Waiblingen im Kasten bewundert werden. Ob es sich bei der Aufnahme um den Betrieb eines Baustellenverkehrs handelt, ist nicht geklärt. Jedenfalls sieht es so aus, als ob das Fahrzeug aus Schorndorf gekommen wäre und am Bahnsteig wenden würde.

Foto, Sammlung: SEP
In diesem Falle besinnen wir uns wieder auf das Stuttgarter Zielband, das noch bis nach dem Jahr 2000 an einigen Zügen bei dem Feld "50" statt "Gottlieb-Daimler-Stadion" die vorherige Bezeichnung "Neckarstadion" anbot. Jetzt, mit dem Ende der Rollband-Ära ist auch dieser Stationsname wieder obsolet. Wer zum Fußball möchte, der hat am "Neckarpark" auszusteigen – doch dieser Name bleibt für immer der Folie fern.

Es hat sich ausgekurbelt

War noch was? Ach ja! Wir wollten ja das Ziel "S6 Weil der Stadt" einstellen! Gut, mittlerweile sollte bei der ganzen Kurbelei die Ziffer "43" erschienen sein. Diese bitte einfach im Guckloch stehen lassen und schon kann die Reise aus dem "Hasenberg-Loop" zurück zum Bahnhof Schwabstraße beginnen. Jetzt als "S6 Weil der Stadt" – Ziffer "43" bitteschön. Gute Fahrt!

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Statusbericht vom 11.02.2009
[Überschrift]: Wer ist noch grün?
An dieser Stelle soll eine möglichst aktuelle Übersicht auf die derzeit noch mit grünen Sitzpolster (1. Klasse in dunkelblau) ausgestatteten 420 gewährt werden.

München
420 001 (keine 1.Klasse Polster)

Stuttgart
Keines der Fahrzeuge besitzt noch die grün-blauen Polstersitze.

Frankfurt
420 214, 216, 224, 225, 228, 232, 233, 235, 246, 249, 254, 257, 260, 277, 278, 298, 309, 333, 360, 378 und 384

Vielen Dank an Christian Stanski für die Aufstellung.


ET420 Plus - Spezial
420 900-3 mit Wortmarke [klick]


ET420-Online Spezial
Die gloreichen Acht!
ET420-Online begleitete die letzten Einsatzwochen der 420er in München mit einer kleinen Bilderschau:
"Die gloreichen Acht" - die letzten 420 in Bayern!

Wichtiger Hinweis: Zur Betrachtung obriger Sonderseite ist ein Flash Plug-In notwendig.


ET420 in NRW
Banner: Der ET420 in NRW
Es gibt eine neue Webseite im Internet die sich die Baureihe 420 zum Thema gemacht hat. Spezialisiert auf die Einsatzgebiete in NRW, ist auf der Startseite folgendes zu lesen:

Da der Einsatz des ET 420 in NRW bislang auf keiner Internetseite dokumentiert wird und auch noch keine entsprechende Rubrik unter www.et420-online.de existiert , habe ich mich entschlossen dies nun auf einer eigenen Seite zu tun.

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen und kann nur begrüßt werden.

Die Webseite über die Baureihe 420 in ihrem ureigensten "Revier" ist unter der Adresse http://www.et420nrw.tk erreichbar, oder einfach anklickbar über diesen
» Link.


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DSO