Aktuell +++
02.03.2011 +++ Update
Die Fahrzeugliste

Die Bilddokumentation der Fahrzeugliste ist seit November 2000 zielstrebig auf dem Weg alle je existierten 420er klickbar zu machen.
Ja, gut da fehlen immer noch ein paar, aber immerhin ist die Lücke wieder kleiner geworden:





Diesmal sind es Werke der Bildautoren Michael Sauer, Marvin Molitor und Andreas Biester.
Vielen Dank auch von dieser Stelle!




23.02.2011 +++ Meldung
Frankfurt

Christian Stanski vermeldet eine weitere HU:

420 324 Ffe 17.02.2011

Eine Besonderheit weist im Übrigen der Mittelwagen im Bereich des 1.-Klasse-Abteils auf. Eine Wagenseite (genau: "B-Seite", sprich die vom A-Wagen aus gesehene in Fahrtrichtung linke Seite) besaß bislang dieser Bereich weder Piktogramme, noch Klassenanschriften. Um der Sache die Krone aufzusetzen, fehlte über der Tür 25 (Bereich der 1. Klasse) in logischer Konsequenz auch der gelbe 1. Klasse-Balken. Mit der HU wurde jetzt Tür 25 zwar mit einem 1. Klasse-Balken "beglückt", doch die Anschriften bleiben weiterhin verschwunden.

Bei den einen Fahrzeugen fehlen Beklebungen, andere haben dafür um so mehr: 420 260 (!) und 420 429 wurden jetzt mit Aufklebern zur kommenden Frauen-Fußball-WM an den Fahrertüren beklebt. Es kann angenommen werden, dass wohl der größte Teil der Fahrzeugflotte folgen wird.
Vielen Dank an Helmut Hofmann für diese Sichtungsmeldung.



10.02.2011 +++ Meldungen
Nürnberg

Seit dem Fahrplanwechsel sind im stark erweiterten Netz der Nürnberger S-Bahn gute alte Bekannte aus der früheren Bundesbahnzeit im täglichen Einsatz anzutreffen: Gemeint ist die Baureihe 111 mit x-Wagen-Bespannung.

Genau diese Komposition sollte ab Anfang der 80er Jahre den 420 an Rhein und Ruhr ihre dortige Aufgabe abnehmen. Geplant war dem Fahrgast mit den x-Wagen das gleiche Angebot in ähnlicher Qualität anzubieten, was auch heutzutage noch dazu führt das dem 420er-Kenner beim Betreten eines x-Wagen ein Déjà-vu-Erlebnis garantiert ist.

Wer also auf rotbraunem Kunstlederbezug Platz nehmen und von einer 111 dabei fallweise gezogen oder geschoben werden möchte, dem sei eine Fahrt auf der S1 zwischen Bamberg und Hartmannshof angeraten. Der "Talent"-Ersatzverkehr dürfte wohl noch einige Wochen in dieser Form beibehalten werden.

Wir bleiben thematisch in Nürnberg, wenden uns aber wieder den "echten" 420ern zu. Das AW Nürnberg haben nämlich kürzlich zwei Einheiten, frisch hauptuntersucht, in Richtung ihrer jeweiligen Heimat verlassen:

420 310 NNX 21.01.2011

420 459 NNX 03.02.2011

Und noch eine Korrektur zur Meldung vom 1.2.2011, das wiederum zum Thema "Nürnberg" passt: 420 304, dessen HU fälschlicherweise KKROX zugeordnet wurde, ist ebenfalls im AW Nürnberg untersucht worden. In der Meldung und Liste ist das schon ausgebessert worden – Internet halt. :-)

Zu 420 310 sei noch gesagt, dass dieser weiterhin mit verkehrsroter Folie beklebt ist, die jedoch einen nicht mehr so vorteilhaften Eindruck am Fahrzeug macht.

Vielen Dank für die Sichtungen an Christian und Frank.



01.02.2011 +++ Meldungen
Es hat mal wieder gedauert - hier endlich mal wieder ein Update. Das Jahr 2011 ist schon gut auf Touren gekommen. In diesem Jahr kann auf 40 Jahre Regelbetrieb mit der Baureihe 420 zurückgeblickt werden.

Eigentlich verrückt: Damals leistete man sich den "Luxus" drei Vorserienfahrzeuge zu bauen und zu testen, aber dennoch war die Serie schon nach noch nicht mal zwei Jahren erstmals im Alltagsbetrieb unterwegs. Heutzutage ist alles viel effizienter: Man verzichtet auf den zeitraubenden Testbetrieb, baut die Serie und wartet dann bis zu fünf Jahre auf die Freigabe des EBA. Und erst dann beginnt so richtig der Testbetrieb - direkt am und mit dem Kunden.



Frankfurt

Auch dieses Jahr kann auf die rege Mitarbeit der "Frankfurt-Crew" (Christian Stanski, Stefan Laumann, Helmut Hofmann u.v.a) gehofft und gezählt werden. Und da sind auch schon die neuesten HU’s, nach Datum geordnet:

420 304 NNX 25.11.2010

420 363 Ffe 03.12.2010

420 272 Ffe 23.12.2010

420 318 Ffe 20.01.2011

Es gibt aber nicht nur gute Nachrichten.
Die Abstellung und Verschrottung der 3. Bauserie wird kontinuierlich fortgeschrieben und neigt sich schon bedrohlich dem großen Finale zu:

420 232 und 420 277 verabschiedeten sich am 20. Januar 2011 aus Frankfurt und wurden von 143 819-1 nach Trier-Ehrang abgeschleppt.

Eine Dokumentation dazu im
» DSO-Sichtungsforum



10.11.2010 +++ Meldungen
Frankfurt

Helmut Hofmann kann eine neue HU vermelden:

94 80 0420 311-3 D-DB
Unt Ff E 03.11.10

Der Wagen glänzt wie neu lackiert, aber als Lackierdatum steht 02/98, daher kann eine Lackversiegelung vermutet werden. Allerdings ist in Fußbodenhöhe der graue Streifen garantiert neu lackiert worden.

Die Sichtung erfolgte am Donnerstag, 3. November, abends in Frankfurt (M) Hbf auf der S7, die um 23:06 h aus Riedstadt-Goddelau dort ankam.

Nachdem Helmut im September auch die Neuuntersuchung des 420 320-4 gesichtet hatte, sind zwei "echte" Frankfurter Wagen gemeldet (die Schwenkschieber aus Stuttgart wurden ebenfalls in Frankfurt untersucht), die im Frankfurter Bw eine komplette Neuuntersuchung erhielten.

Dafür sieht es für den Fortbestand von 420 257, 420 277 und 420 363 wohl sehr schlecht aus.



04.10.2010 +++ Meldungen
Stuttgart

Nach dem Unfall mit 420 451 am 14. September bei der Ausfahrt aus Stuttgart Hbf (hoch) durch eine Weichenfehlstellung, ist die Rückkehr des betroffenen Triebzuges mehr als fraglich. In Anbetracht der entstandenen Schden und der Tatsache, dass die Baureihe 420 in drei Jahren durch den ET430 weitgehend ersetzt werden soll, stellt sich die Frage wie der Reparaturaufwand im rechten Verhltnis zum (Rest-)Nutzen steht.

Ob dabei die Kalkulation einer möglichen Weiternutzung bei der Frankfurter S-Bahn, bzw. eines größeren Zeitfensters für Stuttgart, aufgrund möglicher Startschwierigkeiten der Neubaufahrzeuge, zugunsten einer Reparatur sprechen könnten, wird sich noch zeigen.



Frankfurt/Main

Ein "echter" Frankfurter ET 420 hat wieder eine Untersuchung erhalten!

420 320 Unt Ff E 16.09.10

Helmut Hofmann machte am 23.09. im Frankfurter Hauptbahnhof diese erfreuliche Sichtung, als der Triebzug auf der S9 kurzpendelte.



Die Fahrzeugliste

Mal wieder eine "interne" Mitteilung: Die Bilddokumentation der Fahrzeugliste hat verkehrsroten Zuwachs erhalten.
Hier eine Minivorschau, welche diesmal sogar klickbar ist:






Ein Dankeschön geht an dieser Stelle auch an die Bildautoren Albert Koch und Gerhard Hauptmann.



13.09.2010 +++ Meldungen
Stuttgart (21)

Noch vor dem heißumkämpften Nordflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs ist seit dem Frühling dieses Jahres die Stuttgarter S-Bahn das erste Opfer des Großprojekts "Stuttgart 21" geworden.

Begonnen hatte es mit den "Rampensperrungen" an mehreren Wochenenden, die zumindest für die Eisenbahnfans einen gewissen Unterhaltungswert hatten. Waren doch seinerzeit einige 420er-Umläufe mit denen der 423er durchgerührt worden.

Die erste wirklich negative Folge der Baumaßnahmen ist aber eine dauerhafte Betriebsbehinderung im Einfahrtsbereich des S-Bahntunnels. In der offiziellen Ankündigung vom 26. April hieß es dabei noch, dass die Umbauarbeiten auch während der Bauphase einen reibungslosen und flexiblen S-Bahnverkehr garantieren werden. Mit der Garantie und Flexibilität ist es jetzt allerdings erst einmal für einen unabsehbaren Zeitraum dahin. Durch den Umbau zur Baufreimachung erlosch die seit 1978 geltende Sonderregelung, die ein permissives Fahren (Fahren auf Sicht) vor der Tunneleinfahrt erlaubte. Diese Regelung half zumeist zu den Hauptverkehrszeiten das Aufstauen nachfolgender Züge soweit zu entschärfen, dass sie nicht zwangsweise in längeren Blockabständen zum halten kamen. Das trotz dieser Maßnahme der Rampenbereich der Stuttgarter S-Bahn stets ein besonders verspätungsanfälliger Betriebspunkt blieb, war in Stuttgart allgemein bekannt. Scheinbar aber nicht bei DB Projektbau, die jetzt dafür gesorgt hat, das die Betriebssituation sich zusätzlich verschärft hat.

Den jüngsten Höhepunkt in Sachen "Tieferlegen" setzte am 14. September die Entgleisung eines in der früh aus dem Kopfbahnhof ausfahrenden S-Bahnzugs. Dabei entgleisten durch eine fehlgestellte Weiche der Mittelwagen 421 451 und der Endwagen 420 451, die das Zugende bildeten. Ob dieser Vorfall, wie auch die zahlreichen Stellwerksstörungen im Vorfeld des Unfalls eine direkte Folge des Großprojekts sind, ist eher eine philosophische Frage. Für die S21-Befürworter, wie z.B. Kanzlerin Merkel, geschehen diese "Phänomene" jedenfalls zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.

Unabhängig davon bleibt es bei der Erkenntnis: Das erste Opfer von "S21" bleibt die S-Bahn. Nach dem Nordflügel kann seit heute die PR-Karriere des Herrn Drexler als das dritte Opfer in dieser Reihe betrachtet werden.

Ankündigung zum Umbau 26.04.2010:
» Das neue Herz Europas (PDF)

Zeitungsmeldung zur Planungspanne, Juni 2010:
» Stuttgarter Zeitung

Bildbericht zur Entgleisung am 14.09.:
» DSO-Beitrag

SWR-Nachrichten mit Video:
» SWR BaWü akutell


Willkommen bei ET420 - Online
Informationen und Daten zur Baureihe 420/421
Boah! 10 Jahre sind das schon!
10 Jahre ET420-Online!
Zum zehnjährigen von
ET420-Online
Ein Blick auf den Kalender und ein Gedanke: "Boah, das ist ja mal ein Ding, am 24. November ist es genau 10 Jahre her, das diese Seite online gegangen ist!"

Und so kommt es, dass es an dieser Stelle etwas in eigener Sache zu lesen gibt, obwohl es doch sonst nur um eine Sache geht. Und zwar einem S-Bahntriebzug, das es damals noch in beinahe noch 480facher Ausführung gab und das seinerzeit noch so alltäglich war, dass sich nicht wenige Leute fragten warum man genau über diese Fahrzeuge eine Webseite einrichten sollte. Die "Alltäglichkeit" dieses Triebzuges hat in diesen zehn Jahren an den meisten seiner Einsatzorte rapide abgenommen. Oftmals ist er schon völlig in Vergessenheit geraten.

Es ist heute einfacher zu erklären, warum man eine Webseite um ein Fahrzeug in einer ca. 170facher Ausführung betreibt, das viele interessierte Menschen nicht vergessen möchten. Vieles hat sich in 10 Jahren verändert, vieles ist zwischenzeitlich geschehen. Würde die Webseite erst heute online gehen, wer hätte uns 420er-Fans die letzten zehn Jahre virtuell im Netz begleiten sollen? Natürlich geht das auch ohne "Fanpage" - es ging ja zuvor auch 31 Jahre auch ohne. Keine Frage, und doch stellt sich für viele das Gefühl ein, die Beschäftigung mit einer so speziellen Thematik, wie es beispielsweise die Baureihe 420 ist, hätte sich erst durch die Wirkung der neuen Medien intensiviert. (vornehmlich die mit den Ordnungsnummer zwischen 431 und 440).

Vom Fuzzy der Auszog, den "Heiligen ET" zu finden.

Bestätigen kann diese Einschätzung zumindest eine Person, und zwar diejenige die gerade diese Zeilen verfasst und diese Seite seit nunmehr zehn Jahren betreibt. Alleine durch die Präsenz dieser Webseite sind mir viele Kontakte und Erkenntnisse zuteil geworden, die in dieser Form sich mir sonst nie erschlossen hätten. Es ist im Grunde schon der Wirkung einer Online-Partnerbörse gleichzusetzen: Über das Land verstreute Menschen, die dieses spezielle Interesse für den ET420 teilen, finden plötzlich eine gemeinsame Plattform. Das klingt schon nach "Interaktivität", welche diese Webseite im eigentlichen Sinne nicht bietet. Denn der direkte Austausch zwischen den interessierten Personen findet bei ET420-Online bis heute nicht statt, obwohl es technisch durchaus möglich wäre. Hierfür wird an dieser Stelle - wie seit zehn Jahren üblich - auf das lebendige Forenangebot auf DREHSCHEIBE-Online verwiesen, zu dem noch ein paar Zeilen weiter unten folgen.
Tatsächlich laufen bei ET420-Online alle Kommunikationsfäden beim Webmaster zusammen, der ja nun auch wiederum der Autor dieses Textes ist. Übrigens, erst die Einrichtung dieser Webseite hat es mir ermöglicht, mich in der dritten Person zu beschreiben. ;-)

An dieser Stelle sollen also ein paar Zeilen zu meiner Person und meiner Intension zu dieser Seite folgen. Mein Interesse an der Eisenbahn im allgemeinen und der Baureihe 420 im speziellen rührt aus frühester Kindheit her. Auch hier ergeben sich durch diese Webseite als Kommunikationsmedium interessante Erkenntnisse zu dieser Tatsache. Viele Eisenbahnfans teilen mit mir diese Erfahrung des spurgeführten Weges zu frühkindlicher Erleuchtung, gleichsam als hätte in einer Prägephase ein schienengebundenes Erweckungserlebnis einen bleibenden Stempelabdruck im Bewusstsein (auch Unterbewusstsein) hinterlassen. Dieser Stempelabdruck könnte übrigens bei allen Gleichgesinnten, wie auch bei mir, gut auf das oben gezeigte Motiv der Deutschen Bundespost passen.

Interessant wie viele Gemeinsamkeiten man mit anderen Fans entdeckt und dennoch ist jeder Begeisterung für das "Objekt der Begierde" sehr differenziert. Allgemeine Positionen wie die freundliche Form der Fahrzeugfront, die beinahe unverwechselbare Geräuschkulisse bei Anfahrt, Ausrollen und Bremsung des Triebzugs, wie aber auch Gerüche, Farb- Licht- und Fahreindrücke sind im Konsens schnell als ET420-typische Attribute gefunden. Im Detail unterscheiden sich die Sichtweisen auf das Fahrzeug dann aber doch. Das zeigt sich schon oft daran, wie man den ET420 in seiner Lebenswelt zumeist wahrnimmt oder wahrgenommen hat.

Wer täglich damit zur Schule oder Arbeit fuhr, betrachtet diesen treuen Begleiter seines Alltags sicherlich anders, als derjenige der den ET420 nur zu besonderen Anlässen, z.B. beim Besuch in der "großen Stadt", zu Gesicht bekam. Zu letzter Gruppe darf ich mich getrost zählen, da dieses Fahrzeug für mich - trotz des Charmes der Banalität des Alltäglichen - immer ein außergewöhnliches Fahrzeug geblieben ist.

420-Fan ist nicht gleich 420-Fan

Eine besondere Gruppe von Enthusiasten rekrutriert sich aus dem Kreis von Menschen, welche die Baureihe 420 ihren Arbeitsplatz nennen dürfen. Und dazu zählen nicht alleine die vielen Triebfahrzeugführer, obwohl diese zweifellos dem Gegenstand des Interesses am nächsten sind. Besonders bei ihnen zeigt sich eine von allen anderen Fans unterscheidbare Hassliebe zu diesem Fahrzeug. Nicht unerwähnt bleiben sollte, das dieser Schlag von Triebfahrzeugführern zumeist unter Kollegen schnell auffällt.

Die meisten Tf haben ein nüchternes bis differenziertes Verhältnis zu ihrem Arbeitsplatz. Das gilt auch oft für den 420 und heutzutage noch verstärkt, da er nicht die Komfortattribute medizinisch-ergonomischer, klimatisierter Führerstände aufweist. Anderseits gibt es so gut wie keinen Tf, der je auf dem 420er Dienst tat und dem Fahrzeug ein vernichtendes Zeugnis ausstellen wollte. Das erklärt sich weniger aus den besonders guten Eigenschaften des 420, als vielmehr aus dem Selbstbewusstsein dieses Berufsgruppe. Ein Tf der vor seinen Kollegen eingesteht mit einer Baureihe überhaupt nicht klarzukommen, droht schnell als untalentiertes Weichei abgestempelt zu werden. Da galt es schon für viele Generationen von Triebfahrzeugführern die Zähne zusammenzubeißen.

Zu Zeiten der Bundesbahn war der Dienst auf dem 420 die Durchgangsstation im beruflichen Aufstieg von der Rangierlokführer zum Seniorchaffeur auf der edlen 103 vor den ranghöchsten Zügen des Fernverkehrs. In den Zeiten der staatlichen Privatbahn bleibt der Arbeitsplatz auf dem 420er eine Zwischenetappe. Heute aber zumeist auf dem Weg zu einer höherwertigen Beschäftigung bei der Güterverkehrssparte oder in einem beschaulicheren (gerne auch verdieselten) Regionalbahnbereich.

Ein Mobilitätskonzern als ET420-Fan

Woher ich diese Einschätzung habe? Ganz einfach: Durch das Betreiben einer Webseite, die sich der Baureihe 420 als Thema angenommen hat. In diesen zehn Jahren kam ich dadurch nicht nur erstmals mit den Leuten am Fahrbremsschalter ins Gespräch, auch ihren Brötchengeber und gleichzeitigen 420-Alleineigentümer habe ich dadurch näher kennen gelernt. Das Interesse lag dabei nicht nur allein meinerseits, wie ich recht schnell erfahren durfte. Vielmehr haben so manche Besuche auf dieser Webseite rein beruflichen Charakter. Mich beeindruckt immer noch die Vorstellung das Angestellte aus dem DB Konzern ihren Stundenlohn auch für den Besuch auf dieser Webseite verdienen. Im Grunde ist das nicht überraschend für einen Konzern, der spürbar unruhig wird, wenn beispielsweise seine Verschrottungspolitik der Öffentlichkeit wieder ins Gedächtnis gerufen wird. Wer aber, insbesondere in der Epoche des vorhergehenden Bahnchefs, wie oft und aus welchem Grund diese Webseite besuchte, wird wohl auf ewig unbeantwortet bleiben.

Oft drängte sich mir der Eindruck auf, da draußen schleicht ein scheues Reh im Dämmerlicht durchs Unterholz und blinzelt ganz verstohlen in die dargeboten Webseiten. Das dieser Eindruck nur als subjektives Bauchgefühl gewertet werden kann, hat sich immer dann gezeigt, wenn ich den offiziellen Kontakt suchte. Der stets korrekte Umgang mit meinen Anliegen sollte an dieser Stelle deutlich gewürdigt werden. Freundlich und zumeist Hilfsbereit wurde mir begegnet, auch wenn ich förmlich so manche innere Stimme meines Gegenüber hören konnte, die fast verzweifelt sich fragte warum ausgerechnet er/sie (vorzugsweise "sie") sich jetzt mit diesem Freak befassen sollte. Wahre Größe zeichnet sich dort aus, wo man verständnisvoll bleibt, auch wenn man das angemeldete Interesse nicht so recht für sich nachvollziehen kann. Ich kann mir das nur so erklären: Meine Faszination für die Faszination der scheinbaren Banalität (sprich: 420), scheint in diesem Moment auch diese Leute ein wenig zu faszinieren.

Und wenn zu Zeiten des großen Datensammelns es nicht schon längst aktenkundig wurde, so möchte ich es an dieser Stelle betonen: Diese Seite stellt keine Gefahr für den Fortbestand der Deutschen Bahn AG dar. Das konnte nunmehr schon über eine Zeitspanne von 10 Jahren bewiesen werden. Richtig ist aber auch folgende Feststellung: In den vergangen 10 Jahren wurde nicht ein einziger 420er von der Deutschen Bahn verkauft. Nein, selbst der als Einzelwagen verbliebende 420 002 im Deutschen Verkehrsmuseum in München ist eine Dauerleihgabe des Bahnkonzerns. Sollte aber jemals ein 420 zum Verkauf stehen – sie werden es auch hier erfahren.

Der Statistiker als 420-Fan

Nicht unerwähnt bleiben sollten auch andere Institutionen und Firmen, die in den vergangenen 10 Jahren mit der Thematik unvermittelt konfrontiert wurden. Da sind in erster Linie die Hersteller des Fahrzeugs genannt, die oftmals heutzutage in diesem Geschäftsfeld gar nicht mehr bewegen.
Seit dem Entschluss zur Realisierung dieser Webseite ist das Thema Statistik ein treuer Begleiter. Den Grundstein zur ET420-Seite legte übrigens die DREHSCHEIBE, bzw. die Menschen die hinter dieser Zeitschrift und der allseits bekannten Webseite stehen. Der Datensatz auf dem die Fahrzeugliste beruht, wurde mir damals selbstlos zur Verfügung gestellt. Von da an konnte der Aufbau und die Pflege der Statistik beginnen. Und mittels der Daten konnten noch viele bis dahin mir unbekannte Erkenntnisse zu diesem Fahrzeug gewonnen werden. Ohne diesem Baustein würde der Webseite wohl ein wesentlich geringeres Interesse entgegen gebracht werden. An dieser Stelle sei den Machern der DREHSCHEIBE herzlich gedankt. Und weil schon die fehlende Interaktivität der 420er-Seite zum gemeinsamen Meinungsaustausch hier erwähnt wurde: Sie ist ganz bewusst nicht vorhanden, da der gewünschte Austausch in den gutbesuchten Foren von DREHSCHEIBE-Online schon längst gegeben ist. Das möchte ich als einer von tausend Forumsbesuchern gerne an dieser Stelle betonen.

Der Zug der Zeit – 10 Jahre 420 im Netz

Bleibt nach diesem groben Rückblick auf das vergangene 420-Jahrzehnt noch der Ausblick auf das Kommende. Hierzu kann ich sagen das längst nicht alles realisiert wurde, was ich mir schon vor zehn Jahren vorgenommen hatte. Ein Blick ins Einsatzkapitel zeigt das die Einsatzzeit an Rhein und Ruhr noch überhaupt nicht behandelt wird.

Das sich vieles wesentlich langsamer entwickelt als gedacht zeigt am eindrucksvollsten wohl das Design dieser Seite. Nun könnte man mit dem Schlagwort der "Beständigkeit" argumentieren und der Verdacht liegt ja auch nahe. Seit zehn Jahren hat sich die Aufmachung der Webseite kaum verändert. Für das Medium Internet eine eher ungewöhnliche Tatsache. In Wirklichkeit steht dahinter aber keine besondere Philosophie als vielmehr der Sachzwang resultierend aus Zeitmangel. Der Aufwand zum Betrieb einer Webseite sollte man keineswegs unterschätzen. Viele Hobbykollegen die wie ich damals in Anbetracht des neuen Mediums in Euphorie ausbrachen, haben zwischenzeitlich ihre Webprojekte wieder beerdigt. Der Faktor "Zeit" und "Aufwand" war dabei zumeist unterschätzt worden. Das war bei mir nicht anders. Was die Seite aber dennoch am Laufen hält ist neben dem grundsätzlichen Interesse an der Baureihe 420, der damit verbundene Spaß an der Sache. Und es gilt seither eine pragmatische Betrachtung auf das Projekt: Die Webseite ist auch als Archiv oder "elektronisches Gedächtnis" zu verstehen. Auch wenn mal monatelang keine Aktualisierung stattgefunden hat, kann die Seite immer als virtuelles Nachschlagewerk dienen.

Das Internet als elektronisches Gedächtnis – z.B. an einen S-Bahnzug?

Zuletzt möchte ich noch im Zusammenhang mit dem eben genannten "Gedächtnis" und "Nachschlagewerk" erwähnen, dass das "ET420-Online Lexikon" älter ist als Wikipedia! Die Grundidee muss wohl ungefähr die Gleiche gewesen sein, wobei auch in diesem Falle bei meiner Seite die Interaktivität in Form einer allseitigen Bearbeitungsmöglichkeit fehlt. Vielleicht ein Nachteil, möglicherweise aber auch ein großer Vorteil gegenüber dem großen Pendant.

Es zeigt jedenfalls was das Medium Internet für Möglichkeiten eröffnet. Auch wenn es sich "nur" um so etwas scheinbar banales wie einen S-Bahnzug handelt. Aber es sei daran erinnert: Auch hinter einer scheinbaren Banalität kann sich ein Faszinosum verbergen.

Text: Dirk Mattner


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Statusbericht vom 11.02.2009
[Überschrift]: Wer ist noch grün?
An dieser Stelle soll eine möglichst aktuelle Übersicht auf die derzeit noch mit grünen Sitzpolster (1. Klasse in dunkelblau) ausgestatteten 420 gewhrt werden.

München
420 001 (keine 1.Klasse Polster)

Stuttgart
Keines der Fahrzeuge besitzt noch die grün-blauen Polstersitze.

Frankfurt
420 214, 216, 224, 225, 228, 232, 233, 235, 246, 249, 254, 257, 260, 277, 278, 298, 309, 333, 360, 378 und 384

Vielen Dank an Christian Stanski für die Aufstellung.


ET420 Plus - Spezial
420 900-3 mit Wortmarke [klick]


ET420-Online Spezial
Die gloreichen Acht!
ET420-Online begleitete die letzten Einsatzwochen der 420er in München mit einer kleinen Bilderschau:
"Die gloreichen Acht" - die letzten 420 in Bayern!

Wichtiger Hinweis: Zur Betrachtung obriger Sonderseite ist ein Flash Plug-In notwendig.


"Auf in den Ruhestand!"
Bild von 420 001: Auf in den Ruhestand!

Am 18. April 2010 hieß es bei der Abschiedsfahrt Rund um München: "Auf in den Ruhestand!".
Die letzten Kilometer bis dorthin legte der kieselgraue 420-Erstling von Pasing kommend über die Stammstrecke und durch den Stammstreckentunnel zurück. Das war erstmalig seit dem 4. Dezember 2004 und wohl auch letztmalig mit 420 001 der Fall gewesen.
Ein kleiner Fotobericht dazu in der DREHSCHEIBE.

Und ein TV-Bericht des Bayerischen Fernsehens:

» Sendung vom 23. April 2010


Frankfurt - "Bye, bye S3"
420er-Dmmerung auf der S3
In der Nacht vom Samstag, dem 27. zum Sonntag, dem 28. Mrz 2010 erfolgte die Umstellung des Betriebs von der Baureihe 420 auf die Baureihe 423. Dazu hier Fotos vom letzten Einsatztag auf DSO.


ET420 in NRW
Banner: Der ET420 in NRW
Es gibt eine neue Webseite im Internet die sich die Baureihe 420 zum Thema gemacht hat. Spezialisiert auf die Einsatzgebiete in NRW, ist auf der Startseite folgendes zu lesen:

Da der Einsatz des ET 420 in NRW bislang auf keiner Internetseite dokumentiert wird und auch noch keine entsprechende Rubrik unter www.et420-online.de existiert , habe ich mich entschlossen dies nun auf einer eigenen Seite zu tun.

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen und kann nur begrüßt werden.

Die Webseite über die Baureihe 420 in ihrem ureigensten "Revier" ist unter der Adresse http://www.et420nrw.tk erreichbar, oder einfach anklickbar über diesen
» Link.


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DSO