Januar/Februar 2004
Zwischen den S-Bahn Betrieben in München, Stuttgart und Rhein/Ruhr beginnt eine Reihe von Umbeheimatungen von Triebzügen der Baureihe 420.
Begonnen wurde damit am 26. Januar mit der Überführung der Einheiten 420 372 und 420 383 von Plochingen nach Düsseldorf, womit dort erstmals seit mehr als fünf Jahren diese Baureihe wieder auftauchte.
Am 31. Januar gab München-Steinhausen mit den Einheiten 420 427 und 420 428 die ersten Fahrzeuge der Münchner "Flughafen-Bauserie" 7a nach Plochingen ab.
Bis März folgten alle weiteren Einheiten der insgesamt 6 Fahrzeuge umfassenden Mini-Bauserie, die 1992 für den "Munich-Airport Express" aufgelegt wurde.
Anders als alle anderen Fahrzeuge der 7. und 8.Bauserie besaßen diese für den Flughafenverkehr entsprechend gestalteten Triebzüge kein Abteil der 1.Klasse.
Das Werk Plochingen lies in der Folgezeit die Mittelwagen dieser besonderen Bauserie mit einem 1.Klasse Abteil nachrüsten.
Die dazu benötigten gläsernen Trennwände wurden den bereits abgestellten Plochinger Einheiten der 5. Bauserie entnommen.
2. Mai 2004
Der VfB Stuttgart trifft im Gottlieb-Daimler-Stadion auf die Kicker von Hertha BSC.
An der gleichnamigen S-Bahn Haltestelle ist dies der erste "Großeinsatz" für den neuen Außenbahnsteig am Gleis 3, welches unmittelbar nach dem Bahnhof Bad Cannstatt aus dem S-Bahn Streckengleis Richtung Esslingen ausfädelt und über das ehemalige Gütergleis des Daimler Motorwerkes Untertürkheim (ex AW Bad Cannstatt) zum Haltepunkt am Neckarstadion führt.
Am 24. April 2003 hatten die Umbauarbeiten am Haltepunkt begonnen. Die Station erhielt eine dritte Bahnsteigkante, eine behindertengerechten Zugang mittels Rampen und einem Aufzug. Die Maßnahmen für einen WM-gerechten Ausbau wurden mit 9 Mio. EUR veranschlagt.
14. September 2004
Am ÖV-Tag feiert der Verband Region Stuttgart seinen 10jährigen Geburtstag in den S-Bahn Zügen auf der S1 bis S6.
Neben Gewinnspielen und Informationen über den VRS ist jeder Linie ein spezielles Thema gewidmet.
Internationale Musiker auf der S3, Weingeister in der S2 oder aber Fußballer mit dem Glücksrad auf der S1.
Der VRS nimmt seit der Bahnreform 1994 als Zweckverband für den Großraum Stuttgart die Aufgaben des Bestellers von Nahverkehrsleistungen war.
Oktober/November 2004
Mit einer Millioneninvestition werden im Herbst des Jahres die Informationssysteme an den S-Bahnhöfen modernisiert.
Am 4. Oktober erfolgt auf der Stammstrecke der Ersatz der erst in den Jahren 1996/97 installierten Fallblattanzeiger durch blaue LCD-Anzeiger.
Unter den Fahrgästen herrscht derweil Unmut, da auch die Uhren demontiert werden und erst am 21. Dezember 2004 neue Zeitmesser installiert wurden.
Am 9. November folgt die Umstellung der großen Anzeigetafeln im Hauptbahnhof (oben).
Das charakteristische "Klappern" der Anzeigeblättchen gehört damit der Vergangenheit an.
Die S-Bahn erhält am Abgang zur unterirdischen S-Bahn Station "Hauptbahnhof (tief)" eine eigene Abfahrtstafel, da auf den großen Anzeigern nur noch Regional- und Fernverkehrszüge angezeigt werden.
Zum 8. Dezember 2004 werden die neu installierten LCD-Anzeiger in der Stammstrecke und auf den Außenbahnhöfen auf die IST-Daten-Darstellung des Betriebsablaufs umgestellt.
Dadurch entfällt die bisherige Darstellung von Verspätungen über das Laufband.
Gut eine Woche später ist auch die "Zugvorschau" scharf, welche die nächsten 3 einfahrenden Züge anzeigt.
Technische Probleme sorgen jedoch in den ersten Wochen für teilweise verspätete oder unrichtige Darstellung von Zügen und Abfahrtszeiten.
12. Dezember 2004
Zum anstehenden Fahrplanwechsel dürfen die S-Bahn Triebzüge im Abschnitt zwischen Schwabstraße und Universität des Hasenbergtunnels auf der Bergfahrt nun mit 100 km/h anstatt wie bislang 80 km/h Richtung Vaihingen die 38 ‰ Steigung hinter sich lassen.
Der Fahrzeitgewinn von ca. 15 % erhöhte die Pünktlichkeit in diesem Abschnitt um 3,5 %.
Das EBA genehmigte diese Maßnahme, nachdem Sicherungsverbesserungen (z.B. verstärkte Brandschutztüren im Tunnel) eingebaut wurden.