Das kleine ET420-Lexikon

Kurzzug

eine Einheit

Ein Kurzzug ist bestehend aus nur einer Einheit die kleinstmögliche Zugkonfiguration im Fahrgastverkehr. Kurzzüge werden vor allem in den Nebenverkehrszeiten eingesetzt, wenn nur eine geringe Anzahl an Fahrgästen zu erwarten ist. Der Vorteil von Triebzügen wie die der Baureihe ET420 ist das relativ problemlose an- oder abkuppeln von Einheiten, womit flexibel auf den Platzbedarf zu verschiedenen Tageszeiten reagiert werden kann. Vor allem im Münchener S-Bahnnetz wird das sehr oft so gehandhabt.

In den S-Bahnnetzen von Frankfurt und Stuttgart kommen Kurzzüge etwas weniger häufig vor wie in München, da dort das Stärken oder Schwächen von Zügen während des Betriebs seltener geschieht.

Im Münchener S-Bahnetz existiert ein Streckenabschnitt auf der S7, dessen Haltepunkte mit Bahnsteigen von 70 Meter Länge nur die Bedienung durch Kurzzüge zulässt. Auf Grund der recht geringen Bevölkerungsdichte im Einzugsgebiet des S7-Ostastes zwischen Höhenkirchen-Siegertsbrunn und dem Endbahnhof Kreuzstrasse wurde auch für die Hauptverkehrszeit die Kapazität der Kurzzüge für ausreichend erachtet.
Erst vor kurzem wurden die Bahnsteiglängen in Dürrnhaar und Aying auf 140 Meter verdoppelt, was daraufhin deutet dass das Fahrgastaufkommen in den Jahren doch zugenommen haben muss. Die Haltepunkte Peiß, Großhelfendorf und der Endbahnhof Kreuzstrasse bleiben damit vorerst die letzten Kurzzug-Monopolisten der Münchener S-Bahn.

Kurzzug

Vergleich mit:
Vollzug
Langzug

(dm)
2002